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Geisterfahrt auf der A22 endet in schwerem Frontalcrash

Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat sich am späten Samstagabend auf der Donauuferautobahn ereignet. Ein 88-jähriger Autofahrer war als Geisterfahrer unterwegs und verursachte im Gemeindegebiet von Langenzersdorf im Bezirk Korneuburg einen schweren Frontalzusammenstoß. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt, die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden.

Nach Angaben der Polizei war der Mann aus Wien-Floridsdorf von der Nord/Weinviertel Autobahn A5 kommend über die Wiener Außenring Schnellstraße S1 auf die A22 geraten – allerdings in falscher Fahrtrichtung. Rund 20 Kilometer soll der Pensionist entgegen dem regulären Verkehr unterwegs gewesen sein, ehe es gegen 21.30 Uhr zur Kollision mit einem entgegenkommenden Pkw kam.

In dem zweiten Fahrzeug saßen ein 67-jähriger Mann und eine 55-jährige Frau aus dem Bezirk Tulln. Der Zusammenstoß erfolgte frontal und mit großer Wucht. Alle drei Beteiligten erlitten schwere Verletzungen. Der 88-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit technischem Gerät befreit werden.

Nach der Erstversorgung vor Ort wurde der Unfalllenker mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 2 in das Universitätsklinikum St. Pölten geflogen. Der 67-jährige Lenker des zweiten Pkw kam mit dem Rettungsdienst in die Klinik Donaustadt, seine Beifahrerin wurde in das Landesklinikum Korneuburg eingeliefert.

Für die Dauer der Unfallaufnahme, der Bergung der schwer beschädigten Fahrzeuge und der anschließenden Fahrbahnreinigung musste die Richtungsfahrbahn Stockerau der A22 im Bereich der Ausfahrt Strebersdorf vollständig gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich in Niederösterreich ein weiterer tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Am Samstagvormittag kam ein 80-jähriger Autofahrer im Ortsgebiet von Kilb im Bezirk Melk aus bislang ungeklärter Ursache rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Hausmauer. Trotz rascher Erstversorgung und Einlieferung ins Krankenhaus erlag der Mann dort seinen schweren Verletzungen.

Die beiden Unfälle werfen erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren im Straßenverkehr und stellen insbesondere die Frage nach der Fahrsicherheit im hohen Alter in den Fokus.

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