Zum Start der neuen Woche sorgt das Tiefdruckgebiet „Gunda“ in weiten Teilen Deutschlands für gefährliche Wetterbedingungen. Gefrierender Regen und stark schwankende Temperaturen führen vielerorts zu Blitzeis auf Straßen und Gehwegen. Besonders betroffen sind Regionen in der West- und Südhälfte des Landes. Meteorologen warnen eindringlich vor anhaltender Glättegefahr – und auch Politik, Verkehrsverbände sowie Behörden schlagen Alarm.
Nach Angaben von ntv-Meteorologe Rainer Buchhop ist die Situation noch nicht überstanden. Zwar lockert sich das Wetter im Tagesverlauf stellenweise mit etwas Sonne und Temperaturen bis zu sieben Grad, doch gerade in den Morgen- und Abendstunden bleibt es tückisch. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte, dass die Gefahr unterschätzt werde: „Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei.“ Er rief die Bevölkerung dazu auf, besonders vorsichtig zu sein und unnötige Wege zu vermeiden.
Die Folgen des Winterwetters sind deutlich spürbar. In mehreren Bundesländern bleibt der Präsenzunterricht zu Wochenbeginn aus. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen entschieden die Behörden, die Schulen geschlossen zu halten. Hauptgrund ist die Sorge um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler auf den Schulwegen sowie im Schülerverkehr. In NRW und Bremen wird eine Notbetreuung angeboten, während in Bremen zusätzlich auf Distanzunterricht gesetzt wird. Schulbusse bleiben dort am Montag komplett im Depot. In Niedersachsen verweisen die Behörden darauf, dass ein sicherer Transport derzeit nicht gewährleistet werden könne, Ausnahmen gelten lediglich für die ostfriesischen Inseln.
Auch der ADAC mahnt zur Zurückhaltung im Straßenverkehr. Besonders bei Blitzeis sei es ratsam, das Auto stehen zu lassen. Selbst kurze Fahrten könnten schnell gefährlich werden, da Eisflächen oft nicht erkennbar seien. Zwar meldeten die Polizeibehörden in der Nacht zunächst keine größeren glättebedingten Unfälle, doch Experten rechnen damit, dass sich die Lage im Laufe des Tages zuspitzen könnte, wenn der Berufsverkehr einsetzt.
Die Deutsche Bahn zeigt sich vorsichtig optimistisch. Nach den massiven Problemen durch Wintersturm „Elli“ am vergangenen Wochenende rechnet der Konzern diesmal nur mit kleineren Einschränkungen. Dennoch könnten einzelne Strecken, vor allem im Norden Deutschlands, zeitweise betroffen sein.
Insgesamt zeigt die Wetterlage, wie verletzlich der Alltag bei winterlichen Extrembedingungen ist. Ob auf dem Schulweg, im Auto oder auf dem Bahnsteig: Vorsicht bleibt das oberste Gebot. Wer kann, sollte zu Hause bleiben und die Entwicklung der Wetterlage aufmerksam verfolgen.