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Trump: Venezuela liefert bis zu 50 Millionen Barrel Öl an die USA

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass Venezuela den Vereinigten Staaten zwischen 30 und 50 Millionen Barrel Rohöl überlassen wird. Diese Entwicklung folgt auf eine militärische Operation der USA Anfang Januar, bei der Venezuelas Präsident Nicolás Maduro festgenommen und nach New York überführt wurde. Dort muss er sich wegen mutmaßlichen Drogenschmuggels vor einem Bundesgericht verantworten.

„Dieses Öl wird zum Marktpreis verkauft, und das Geld wird unter meiner Kontrolle stehen – als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika“, erklärte Trump am 6. Januar auf seiner Social-Media-Plattform. Er betonte, die Erlöse würden sowohl dem amerikanischen als auch dem venezolanischen Volk zugutekommen.

Nach Maduros Festnahme wurde seine bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin Venezuelas ernannt. Die US-Regierung hat seitdem ihren Fokus verstärkt auf die gewaltigen Erdölreserven des südamerikanischen Landes gelegt.

In einer Rede warf Trump früheren venezolanischen Regierungen vor, die Ölindustrie des Landes durch Enteignung amerikanischer Firmen „gestohlen“ zu haben. „Wir haben die Ölindustrie Venezuelas mit amerikanischem Können und Unternehmergeist aufgebaut. Das sozialistische Regime hat sie mit Gewalt übernommen – ein historischer Diebstahl amerikanischen Eigentums“, so Trump. Völkerrechtsexperten äußerten allerdings Zweifel an dieser Darstellung.

Venezuela verfügt über die weltweit größten bekannten Erdölreserven. Während einst mehrere US-Firmen dort aktiv waren, blieb nach der weitreichenden Verstaatlichung unter Ex-Präsident Hugo Chávez zuletzt nur noch Chevron im Land tätig.

Trump erklärte in einem NBC-Interview am 5. Januar, die venezolanische Ölproduktion könne innerhalb von 18 Monaten wieder in Gang gebracht werden. Die dafür nötigen Investitionen sollen durch US-Ölkonzerne erfolgen, die entweder direkt durch staatliche Mittel oder durch spätere Einnahmen entschädigt würden.

Das Öl soll laut Trump per Tanker in die USA transportiert und dort direkt entladen werden. Die Koordination dieses großangelegten Transports übernimmt Energieminister Chris Wright, der sich in dieser Woche in Miami mit führenden Vertretern der Ölindustrie trifft.

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