Venezuela besitzt zwar die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt, doch der Großteil dieses Reichtums existiert vor allem auf dem Papier. Ein erheblicher Teil der Vorkommen besteht aus extrem schwerem, zähflüssigem und schwefelreichem Öl, das technisch schwer zu fördern und teuer zu verarbeiten ist.
Besonders im Orinoco-Gürtel gleicht das Erdöl eher Teer als klassischem Rohöl. Es muss aufwendig gefördert, verflüssigt und in speziellen Raffinerien verarbeitet werden. Dafür fehlen dem Land seit Jahren Investitionen, moderne Technik und Know-how. Zudem gilt das venezolanische Schweröl als besonders umweltschädlich und passt kaum zu den globalen Klimazielen.
Fazit: Trotz riesiger Reserven ist Venezuelas Öl kein einfacher Energieschatz – wirtschaftlich, technisch und ökologisch bleibt er ein Problemfall.