Die Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) warnt eindringlich vor dem Unternehmen „Cifrenit Pro“, das mit angeblichem Sitz in Wien auftritt und über die Websites www.cifrenitpro.com sowie www.cifrenit.at für Investitionen im Bereich Krypto-Assets wirbt. Nach Klarstellung der Aufsichtsbehörde steht das Unternehmen nicht unter der Aufsicht der FMA und verfügt über keinerlei Konzession oder Zulassung, um in Österreich erlaubnispflichtige Finanz- oder Krypto-Dienstleistungen anzubieten.
Keine Bewilligung – kein Anlegerschutz
Die FMA stellt unmissverständlich klar, dass Cifrenit Pro nicht berechtigt ist, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Investitionen in Krypto-Assets zu erbringen. Damit unterliegt das Unternehmen weder den gesetzlichen Transparenz-, Organisations- noch Kapitalanforderungen, die für beaufsichtigte Anbieter gelten. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet dies ein erhebliches Risiko, da kein aufsichtsrechtlicher Schutz besteht.
Strafanzeige wegen des Geschäftsmodells
Besonders brisant: Die FMA hat eine Strafanzeige gegen Cifrenit Pro und das von dem Unternehmen beworbene Geschäftsmodell bei den zuständigen Strafverfolgungsbehörden eingebracht. Dieser Schritt unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Bedenken und signalisiert, dass die Aufsicht Anhaltspunkte sieht, die eine strafrechtliche Prüfung erforderlich machen.
Warnung vor Krypto-Angeboten ohne Zulassung
Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Warnhinweisen ein, mit denen die FMA vor unregulierten Krypto-Angeboten warnt. Gerade im digitalen Umfeld können professionell gestaltete Websites und vermeintliche Standorte im Inland einen falschen Eindruck von Seriosität vermitteln. Entscheidend ist jedoch allein, ob ein Anbieter in der Unternehmensdatenbank der FMA als zugelassen oder registriert aufscheint.
Appell an Anleger:innen
Die FMA rät dringend, keine Geschäfte mit Anbietern einzugehen, die ohne behördliche Erlaubnis auftreten. Vor jeder Investition sollte geprüft werden, ob eine gültige Konzession oder Zulassung vorliegt. Wer bereits Kontakt hatte oder investiert hat, sollte besondere Vorsicht walten lassen und gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen.
Fazit: Mit der Einbringung einer Strafanzeige setzt die FMA ein klares Zeichen: Unerlaubte Krypto-Geschäftsmodelle werden nicht toleriert. Für Anleger:innen gilt mehr denn je, Angebote kritisch zu prüfen – denn Regulierung ist der entscheidende Maßstab für Sicherheit im Finanzmarkt.
Hier die Original-FMA-Österreich-Mitteilung:
Weiters wird darauf hingewiesen, dass die FMA eine Strafanzeige betreffend „Cifrenit Pro“ und des von Ihr beworbenen Geschäftsmodells bei den Strafverfolgungsbehörden eingebracht hat.