Der Jahreswechsel 2025/2026 ist in Deutschland von einer ungewöhnlich hohen Zahl tödlicher Unglücke überschattet worden. Bundesweit kamen mindestens elf Menschen in der Silvesternacht ums Leben, weitere wurden teils schwer verletzt.
Besonders auffällig ist die Häufung von Todesfällen im Zusammenhang mit illegaler oder selbstgebauter Pyrotechnik. In Bielefeld starben zwei 18-Jährige unabhängig voneinander durch Explosionen selbst hergestellter Böller. Auch in Bochum führte eine Explosion in einer Wohnung mutmaßlich durch illegale Böllerherstellung zu einem Todesfall einer 70-jährigen Nachbarin.
Weitere Opfer forderten Brände, die teilweise durch Feuerwerk ausgelöst worden sein sollen – etwa in Würzburg, wo eine 88-jährige Frau nach einem Balkonbrand starb, sowie in Baden-Württemberg, wo drei Menschen bei Bränden ums Leben kamen.
Hinzu kamen Gewalt- und Verkehrstaten:
– In Oberfranken starb ein 25-jähriger Polizist bei einem schweren Streifenwagen-Unfall.
– In Wiesbaden wurde ein 23-Jähriger bei einer Messerattacke getötet.
– In Lohne (Niedersachsen) kam ein fünfjähriger Junge nach einem Verkehrsunfall ums Leben.
– In Duisburg endete ein Streit unter Obdachlosen tödlich.
Die Polizei spricht von einer einsatzreichen Nacht. Viele Ermittlungen dauern an, insbesondere zur Rolle von Feuerwerk, Fahrlässigkeit und illegaler Pyrotechnik. Der Jahreswechsel verdeutlicht erneut die erheblichen Risiken rund um Silvester – insbesondere durch selbstgebaute oder nicht zugelassene Böller