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Gefahrgutunfall auf wichtiger Bahnstrecke verursacht Millionenschaden

OpenIcons (CC0), Pixabay

Ein schwerer Bahnunfall hat am Silvesternachmittag die Bahnverbindung zwischen Rosenheim und Kufstein erheblich beeinträchtigt. Ein Kesselwagen eines Güterzugs, beladen mit einem giftigen und leicht entzündlichen Stoff, entgleiste während der Fahrt bei Raubling und richtete über mehrere Kilometer hinweg massive Schäden an der Infrastruktur an. Trotz der potenziell hohen Gefahr nahm der Vorfall einen vergleichsweise glimpflichen Ausgang.

Nach Angaben der Bundespolizei sprang der betroffene Waggon aus bislang ungeklärter Ursache aus den Gleisen, blieb jedoch aufrecht und kippte nicht um. Der Lokführer reagierte umgehend und brachte den Zug zum Stillstand. Zu diesem Zeitpunkt hatte das entgleiste Drehgestell jedoch bereits über eine längere Strecke Schienen, Schwellen und das Gleisbett beschädigt. Erste Schätzungen gehen von einem Schaden in Millionenhöhe aus. Die Reparaturarbeiten könnten sich über mehrere Wochen erstrecken.

Die Wucht des Unglücks machte sich auch abseits der Gleise bemerkbar. Durch die Entgleisung wurden Schottersteine aus dem Gleisbett geschleudert, die mehrere in der Nähe abgestellte Fahrzeuge beschädigten. Ein Austritt des transportierten Gefahrguts blieb glücklicherweise aus, sodass weder Menschen noch Umwelt zu Schaden kamen.

Die Bahnstrecke musste nach dem Unfall vollständig gesperrt werden. Erst in der Nacht gelang es Einsatzkräften, den auf das Gegengleis ragenden Kesselwagen mit schwerem Gerät zu bergen. Seitdem ist die Strecke zumindest eingeschränkt wieder befahrbar. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an, während die Schäden an einer der wichtigsten Verkehrsachsen im südlichen Bayern nun schrittweise behoben werden müssen.

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