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Drama in den Alpen: Seilbahn-Gondel rast in Bergstation – Große Rettungsaktion auf 2800 Metern
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Drama in den Alpen: Seilbahn-Gondel rast in Bergstation – Große Rettungsaktion auf 2800 Metern

OpenIcons (CC0), Pixabay

Ein schwerer Seilbahnunfall hat in den italienischen Alpen kurz vor dem Jahreswechsel für bange Minuten gesorgt. In einem Skigebiet nahe der Gemeinde Macugnaga, unweit der Schweizer Grenze, krachte eine Gondel mit hoher Geschwindigkeit in die Bergstation. Fast 100 Menschen mussten anschließend aus luftiger Höhe gerettet werden.

Nach ersten Angaben der Bergwacht prallte die Kabine offenbar ungebremst gegen die massive Barriere der Station. Vier Menschen erlitten dabei leichte Verletzungen. Sie wurden umgehend per Hubschrauber aus rund 2800 Metern Höhe ins Tal geflogen und medizinisch versorgt. Lebensgefahr bestand nach Behördenangaben nicht.

Der Schock saß dennoch tief: Rund 100 Skifahrerinnen, Skifahrer und Wanderer – darunter auch mehrere Kinder – saßen nach dem Unfall an der Bergstation fest. Der reguläre Betrieb der Seilbahn wurde sofort eingestellt, ein Weitertransport war unmöglich. In eisiger Höhe begann daraufhin eine aufwendige Evakuierungsaktion.

Mit zwei Helikoptern brachten Rettungskräfte die Gestrandeten schrittweise in Sicherheit. Die Aktion zog sich über mehrere Stunden hin, da Wetter, Höhe und die Anzahl der Betroffenen höchste Konzentration verlangten. Einsatzkräfte der Feuerwehr und Bergrettung arbeiteten Hand in Hand, um alle Personen sicher ins Tal zu bringen.

Besonders brisant: Die betroffene Seilbahn stammt ursprünglich aus dem Jahr 1962, war jedoch erst Anfang 2023 umfassend modernisiert worden. Dabei wurden unter anderem Motoren, Rollen und Kabinen erneuert. Die Investitionen beliefen sich laut Behörden auf rund zwei Millionen Euro.

Warum es dennoch zu dem Unfall kam, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Italienische Medien berichten, dass eine überhöhte Geschwindigkeit der Gondel eine entscheidende Rolle gespielt haben könnte. Demnach soll die Kabine auf dem zweiten Abschnitt der Seilbahn – zwischen Alpe Bill und dem Monte Moro – zu schnell gewesen sein und ungebremst in die Bergstation eingefahren sein.

Die genaue Ursache muss nun technisch und juristisch aufgearbeitet werden. Für die Betroffenen bleibt der Vorfall ein Schreckmoment – für die Betreiber eine ernste Bewährungsprobe in Sachen Sicherheit im alpinen Wintertourismus.

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