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Verirrt, betrunken, Feueralarm: US-Urlauberin sorgt in Ansbach für nächtlichen Großeinsatz

Mariakray (CC0), Pixabay

Eine ungewöhnliche Mischung aus Orientierungslosigkeit, Alkohol und Stress hat am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags in Ansbach einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Eine 27-jährige Touristin aus den USA fand zwar ihr Hotel – jedoch nicht ihr eigenes Zimmer. Aus Verzweiflung griff sie schließlich zum Feuermelder und setzte damit eine nächtliche Evakuierung in Gang.

Wie die Polizei mitteilte, kehrte die Urlauberin spät am Donnerstagabend, kurz vor Mitternacht, in ihr Hotel zurück. Statt in das richtige Stockwerk zu gehen, irrte sie jedoch zwei Etagen oberhalb ihres gebuchten Zimmers durch einen rund zehn Meter langen Flur. Dort fand sie weder ihr Zimmer noch offenbar einen Ausgang und geriet zunehmend in Panik.

In dieser Situation entschloss sich die Frau zu einer folgenschweren Idee: Sie schlug das Kästchen eines Handfeuermelders ein und löste den Feueralarm aus. Innerhalb weniger Augenblicke schrillten die Alarmsignale im gesamten Hotel. Rund 20 Gäste mussten ihre Zimmer verlassen – einige von ihnen offenbar noch im Schlafanzug – und sich in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr Ansbach rückte mit Einsatzkräften an und überprüfte das Gebäude. Ein Brand konnte schnell ausgeschlossen werden. Die Feuerwehrleute nahmen sich anschließend der sichtlich überforderten US-Amerikanerin an, geleiteten sie ins Freie und halfen ihr schließlich, ihr tatsächlich gebuchtes Zimmer zu finden. Nachdem die Brandmeldeanlage zurückgesetzt worden war, konnte der Hotelbetrieb wieder normal aufgenommen werden.

Trotz des unnötigen Einsatzes zeigte sich die Touristin dankbar. Nach Angaben der Polizei bedankte sie sich ausdrücklich bei den Feuerwehrleuten für ihre Hilfe. Ganz ohne Konsequenzen bleibt der Vorfall jedoch nicht: Die 27-Jährige muss nun mit einem Strafverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen rechnen.

Bei der Überprüfung stellten die Beamten einen Atemalkoholwert von mehr als zwei Promille fest. Ob die Frau ihr Zimmer aus reiner Orientierungslosigkeit oder aufgrund des erheblichen Alkoholkonsums nicht finden konnte, ließ sich vor Ort nicht abschließend klären. Für die Einsatzkräfte und die Hotelgäste endete der Weihnachtsabend jedenfalls deutlich turbulenter als geplant.

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