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Anschlagspläne auf Weihnachtsmarkt vereitelt: Fünf Männer in Bayern festgenommen

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

In Bayern haben Sicherheitsbehörden offenbar einen schwerwiegenden Terroranschlag verhindert. Wie die Generalstaatsanwaltschaft München mitteilte, wurden bereits am Freitag fünf Männer festgenommen, die im dringenden Verdacht stehen, einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant zu haben. Die Ermittlungen laufen unter Hochdruck und werden von spezialisierten Staatsschutz- und Anti-Terror-Einheiten geführt.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen ägyptischen, einen syrischen sowie drei marokkanische Staatsangehörige. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurde gegen vier der Verdächtigen Haftbefehl erlassen. Sie befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Ein weiterer Mann wurde zunächst in polizeilichen Gewahrsam genommen und wird derzeit intensiv befragt. Ob gegen ihn ebenfalls ein Haftbefehl beantragt wird, ist noch offen.

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen sollen die Männer einen Anschlag mit einem Fahrzeug vorbereitet haben – eine Tatmethode, die in der Vergangenheit bereits mehrfach für schwere Terrorangriffe in Europa genutzt wurde. Wo genau der Anschlag stattfinden sollte und zu welchem Zeitpunkt, ist bislang nicht bekannt. Die Behörden halten diese Informationen aus ermittlungstaktischen Gründen unter Verschluss, um mögliche weitere Tatbeteiligte nicht zu warnen und laufende Maßnahmen nicht zu gefährden.

Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem islamistischen Hintergrund der Tat aus. Hinweise aus dem In- und Ausland sowie intensive Auswertungen digitaler Kommunikationsmittel sollen die Sicherheitsbehörden auf die Spur der Verdächtigen gebracht haben. In den vergangenen Wochen seien die Männer observiert und ihre mutmaßlichen Aktivitäten engmaschig überwacht worden, bevor es schließlich zu den Festnahmen kam.

Ziel der weiteren Ermittlungen ist es nun, das gesamte Netzwerk der Beschuldigten offenzulegen und zu klären, wie konkret und fortgeschritten die Anschlagspläne bereits waren. Zudem prüfen die Behörden, ob es Verbindungen zu bekannten extremistischen Gruppierungen gibt oder ob die Männer eigenständig gehandelt haben.

Die Sicherheitsbehörden betonten, dass es sich um eine präventive Maßnahme gehandelt habe und derzeit keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Gleichwohl werde die Sicherheitslage rund um Weihnachtsmärkte weiterhin aufmerksam beobachtet und Schutzmaßnahmen würden gegebenenfalls angepasst. Weihnachtsmärkte gelten traditionell als besonders sensible Orte, da sie in der Adventszeit viele Menschen anziehen und damit ein potenzielles Ziel für Anschläge darstellen.

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