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Trumps „Gold Card“: Für eine Million Dollar zum US-Aufenthalt – Neues Programm sorgt weltweit für Aufsehen

Yamu_Jay (CC0), Pixabay

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat ein neues Aufenthaltsprogramm vorgestellt, das international für Diskussionen sorgt: die „Trump Gold Card“. Ab sofort können sich wohlhabende Ausländerinnen und Ausländer für den Preis von einer Million US-Dollar ein langfristiges Aufenthaltsrecht in den Vereinigten Staaten sichern. Mit der offiziellen Freigabe der Bewerbungsphase hat Trump damit eines seiner umstrittensten Prestigeprojekte gestartet.

Aufenthaltsrecht gegen Zahlung – offiziell für „qualifizierte Fachkräfte“

Nach Darstellung der US-Regierung soll die Gold Card dazu dienen, „besonders qualifizierte und geprüfte Arbeitskräfte“ ins Land zu holen. Bewerberinnen und Bewerber müssten nach Angaben des Weißen Hauses bestimmte Kriterien erfüllen – etwa berufliche Qualifikation, Investitionsbereitschaft und Sicherheitsüberprüfungen. Kritikerinnen und Kritiker hingegen sehen in dem Programm vor allem ein klassisches „Pay-to-Stay“-Modell, das zahlungskräftigen Personen einen privilegierten Zugang verschafft.

Trump selbst präsentierte das Projekt als einen „historischen Schritt zur Stärkung der US-Wirtschaft“. Er erwartet Milliardenbeträge, die über Bewerbungen und Folgeinvestitionen in die Staatskasse fließen sollen.

Gold Card als neues Prestigeprodukt der Trump-Regierung

Mit der Gold Card verfolgt die Regierung mehrere Ziele:

  • Ankurbelung nationaler Einnahmen,

  • Stärkung der US-Unternehmen durch ausländische Investitionen,

  • Positionierung der USA als exklusives Ziel für Hochvermögende,

  • Verschärfung der Einwanderungspolitik bei gleichzeitiger Öffnung für Kapitalstarke.

Das Programm knüpft an bestehende Visa-Modelle wie das EB-5-Investorvisum an, geht jedoch deutlich weiter, da es den Erwerb eines Aufenthaltsrechts quasi direkt an eine hohe Einmalzahlung koppelt.

Kritik: Zugang nur für Reiche – Ungleichheit verschärft sich

Bereits kurz nach Ankündigung hagelte es Kritik von Menschenrechtsorganisationen, Migrationsexperten und Teilen der politischen Opposition. Die zentralen Vorwürfe:

  • Das Programm bevorzuge Reiche und schließe alle anderen aus.

  • Die Regierung verkaufe Aufenthaltsrechte „wie Luxusgüter“.

  • Die Begründung, man wolle „qualifizierte Fachkräfte“ gewinnen, sei lediglich politische Verpackung für ein reines Einnahmemodell.

  • Der Schritt stehe im starken Kontrast zu Trumps restriktiver Einwanderungspolitik gegenüber Geringverdienern und Schutzsuchenden.

Millionen versprochen – doch viele Fragen offen

Während Trump hohe Einnahmen in Aussicht stellt, bleiben entscheidende Details bislang unklar:

  • Wie viele Gold Cards sollen jährlich vergeben werden?

  • Welche konkreten Rechte erhalten die Karteninhaber?

  • Gibt es eine Perspektive auf die Green Card oder Staatsbürgerschaft?

  • Welche Kontrollmechanismen sollen Geldwäsche und missbräuchliche Investitionen verhindern?

Beobachter warnen, dass das Programm zu einem neuen globalen Wettbewerb um „gekaufte Aufenthaltsrechte“ führen könnte – und dass die USA damit ein Signal sendet, das international Schule machen könnte.

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