Der Jahresabschluss 2024 der 123. WestWind Windpark GmbH & Co. KG zeigt – ebenso wie bei der 114. WestWind KG – ein Unternehmen, das faktisch keinerlei operative Tätigkeit entfaltet. Die Bilanz ist minimalistisch, weist kein Anlagevermögen, kein Eigenkapital und lediglich Rückstellungen aus. Für Anleger ergibt sich ein eindeutiges Bild: Es handelt sich um eine reine Hüllgesellschaft ohne Substanz und ohne Aussicht auf Erträge.
1. Kein Anlagevermögen – kein Windpark, keine Produktion, keine Einnahmen
Die Gesellschaft besitzt:
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0 EUR Sachanlagen
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0 EUR Finanzanlagen
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0 EUR liquide Mittel
Damit ist klar:
Es existiert kein Windpark, keine Turbinen, keine technische Infrastruktur und kein cashflow-generierendes Vermögen.
Die Bezeichnung „Windpark GmbH & Co. KG“ ist rechtlich korrekt, wirtschaftlich aber reine Theorie.
2. Eigenkapital komplett aufgebraucht
In beiden Jahren:
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Eigenkapital: 0 EUR
Der Verlust der Vergangenheit hat das Eigenkapital völlig vernichtet. Bei einer operativ tätigen KG würde an dieser Stelle ein ernstes Insolvenzrisiko bestehen. Doch mangels Geschäftsbetrieb ist es eher ein Hinweis darauf, dass die Gesellschaft nie wirtschaftlich aktiv war oder bereits seit Jahren ruht.
3. Auffällig: „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil“
Auf der Aktivseite steht:
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2023: 4.170 EUR
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2024: 4.523 EUR
Das bedeutet:
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Die Kommanditisten haben negative Kapitalkonten.
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Die Gesellschaft hat Verluste produziert, ohne dass entsprechende Einlagen erfolgt sind.
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Buchhalterisch wird der Fehlbetrag als aktivischer Verlustposten dargestellt – ein rein formaler Bilanzposten ohne Vermögenswert.
Für Anleger ist das ein unmissverständliches Alarmsignal:
Der buchhalterische Verlust ist innerhalb der Gesellschaft verteilt, ohne dass realer Gegenwert existiert.
4. Rückstellungen als einziger Passivposten
Die gesamte Passivseite besteht aus:
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Rückstellungen: 4.693 EUR (2024)
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Rückstellungen: 4.340 EUR (2023)
Diese betreffen sehr wahrscheinlich:
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Buchführung / Steuererklärungen
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Jahresabschlusskosten
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Verwaltungs- oder Beratungskosten
Es sind also reine Verwaltungsposten – kein betrieblicher Hintergrund.
5. Forderung an Gesellschafter – unbedeutend gering
Die einzige Vermögensposition:
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Forderung gegenüber Gesellschaftern: 170 EUR
Das ist ein Kleinstbetrag und wirtschaftlich unerheblich.
Diese Position zeigt erneut:
Es gibt keine finanzielle Aktivität, keine Umsätze, keine Kosten außerhalb der Verwaltung.
6. Keine Angestellten – kein Betrieb – kein Windpark
Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter und weist keine operative Tätigkeit aus.
Damit ist die KG faktisch:
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eine ruhende Gesellschaft,
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eine Altgesellschaft, oder
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ein nie realisiertes Projekt.
Bewertung aus Anlegersicht
Kritische Punkte:
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kein Anlagevermögen – kein Windpark
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vollständige Substanzlosigkeit
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Eigenkapital aufgebraucht
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negativer Kapitalanteil der Kommanditisten
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keine Einnahmen, keine Ausgaben außer Verwaltung
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kein Geschäftsmodell erkennbar
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keine Investitionsperspektiven
Risiko für Anleger:
Extrem hoch – praktisch Totalausfall.
Es besteht weder operative Einnahmequelle noch Vermögenssubstanz, die Renditen ermöglichen könnte.
Positiv zu vermerken ist lediglich:
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keine Bankverbindlichkeiten
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geringe finanzielle Risiken aus Fremdkapital
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kein akutes Insolvenzrisiko aufgrund mangelnder Aktivität
Allerdings ändert das nichts daran, dass jede Anlegererwartung ins Leere läuft.
Fazit
Die 123. WestWind Windpark GmbH & Co. KG ist bilanziell eine wirtschaftlich leere Hülle:
Kein Windpark, kein Kapital, kein Geschäft – nur minimale Restkosten.
Für Anleger ist die Gesellschaft vollkommen unattraktiv und bietet weder Ertragschance noch werthaltige Substanz.