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Operation Copyright: Wenn die Musikindustrie das WLAN abschaltet

Maklay62 (CC0), Pixabay

Stellt euch vor: Ihr seid im Krankenhaus, liegt da mit vier Schläuchen im Arm, die OP war knapp, ihr wollt einfach nur kurz „Angels“ von Robbie Williams hören – zack, WLAN aus. Warum? Weil auf Zimmer 304 jemand „Best of 90s“ aus illegaler Quelle streamt. Willkommen in Amerika 2025!

Cox Communications vs. Musikindustrie
The Battle for Your Broadband

Die Ausgangslage:
Die Musikindustrie hat Cox verklagt, weil das Unternehmen – haltet euch fest – nicht genug getan hat, um Piraterie zu verhindern. Also nicht, weil sie selbst Musik geklaut haben. Nein, weil sie Leuten Internet gegeben haben, die dann Musik geklaut haben. Quasi: Du bist schuld, weil du jemandem ein Messer gegeben hast, mit dem er sich dann ein Nutella-Brot geschmiert hat. Illegal, natürlich.

Aber die Jury war streng: 1 Milliarde Dollar Schadensersatz. Für 10.000 Songs. Macht pro illegal geladenem Song: 100.000 Dollar. Oder, wie man bei Spotify sagt: „Fünf Milliarden Streams“.

Cox sagt: „Wir können doch nicht bei jedem YouTube-Upload mit dem Presslufthammer durchs Kabel kriechen!“
Die Musikindustrie sagt: „Doch, könnt ihr!“
Und der Supreme Court sagt: „Hmm… klingt nach Einschaltquote.“

Jetzt stellt euch mal vor, die Forderung setzt sich durch. Dann könnte es bald heißen:

  • „WLAN nur noch mit Musikführerschein“
  • „iTunes-Geschworenengericht“
  • „Tante Erna verliert ihren Internetanschluss, weil Enkel Kevin auf LimeWire versehentlich Scooter runtergeladen hat“

Und während sich Amerika vor Gericht die Kabelverbindung wegreklamiert, rufen deutsche Provider ganz entspannt:
„Drosseln wir halt einfach alles ab 20 GB. Wir müssen ja nicht wissen, was ihr guckt. Hauptsache, es dauert.“

 

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