Der Flughafen Leipzig/Halle arbeitet offenbar aktiv daran, die Billigfluggesellschaft Ryanair zurückzugewinnen. Wie die Magdeburger Volksstimme berichtet, soll noch heute ein entscheidendes Treffen stattfinden: Vertreter der Airline, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie Manager des Flughafenbetreibers kommen demnach zusammen, um mögliche Bedingungen für eine Rückkehr der Iren zu besprechen.
Hintergrund: Ryanair strich London-Verbindung im Sommer
Im Sommer hatte Ryanair überraschend ihre bislang wichtigste Verbindung am Standort eingestellt: den Flug von Leipzig/Halle nach London-Stansted. Die Airline begründete den Rückzug damals vor allem mit zu hohen Flughafenentgelten und insgesamt „unvorteilhaften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“.
Die Entscheidung hatte bei vielen Reisenden und in der Region für Unmut gesorgt – vor allem, weil die London-Strecke zu den am stärksten gebuchten internationalen Verbindungen zählte.
Neue Gespräche sollen Lösung bringen
Nach Informationen der Zeitung soll das nun geplante Treffen klären,
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ob die Gebührenstruktur am Flughafen angepasst werden kann,
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welche Rahmenbedingungen Ryanair erwartet
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und welche wirtschaftlichen Potenziale eine erneute Zusammenarbeit bieten könnte.
Der Flughafen Leipzig/Halle steht seit Jahren unter Druck, sein internationales Streckennetz auszubauen. Eine Rückkehr von Ryanair würde nicht nur die Anbindung an wichtige Ziele verbessern, sondern könnte auch den Wettbewerb beleben.
Politik zeigt großes Interesse
Die Teilnahme von Ministerpräsident Kretschmer zeigt, wie wichtig die mögliche Rückkehr der Airline für Sachsen ist. Das Land hat ein starkes Interesse daran, den Flughafen als Standort zu stärken – sowohl im Passagierverkehr als auch im Frachtbereich, der in Leipzig/Halle ohnehin von großer Bedeutung ist.
Unklar, ob Ryanair wirklich zurückkommt
Ob die Gespräche tatsächlich zu einer Einigung führen, ist offen. Ryanair ist bekannt dafür, hart zu verhandeln – insbesondere, wenn es um Gebühren geht. Flughäfen, die auf die irische Airline setzen, müssen oft deutliche Zugeständnisse machen.
Für den Standort Leipzig/Halle wäre eine Rückkehr jedoch ein wichtiges Signal in einer Zeit, in der viele Regionalflughäfen um neue Strecken kämpfen.