Nach tagelangen sintflutartigen Regenfällen hat sich auf der indonesischen Insel Sumatra eine der schwersten Unwetterkatastrophen der letzten Jahre ereignet. Nach Angaben des Katastrophenschutzes sind mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen, hunderte weitere gelten als vermisst. Ganze Dörfer wurden von Sturzfluten und Schlammlawinen zerstört.
Nord-Sumatra am stärksten betroffen
In der besonders schwer getroffenen Provinz Nord-Sumatra starben nach offiziellen Angaben mindestens 166 Menschen, in West-Sumatra 90, in Aceh 47. Mehr als 270 Menschen werden noch vermisst. Viele Regionen sind wegen zerstörter Straßen und Brücken weiterhin nicht erreichbar, weshalb die Behörden mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen rechnen.
Helfer im Dauereinsatz
Mit Hubschraubern, Booten und schwerem Gerät versuchen Einsatzkräfte, abgeschnittene Dörfer zu erreichen. Die Zentralregierung hat zusätzliche Soldaten, Rettungskräfte und Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete entsandt. Zehntausende Menschen haben ihre Häuser verloren und wurden in Notunterkünften untergebracht.
Regionale Auswirkungen
Auch andere Länder Südostasiens sind betroffen: In Thailand wurden in der Provinz Songkhla mindestens 162 Todesopfer registriert, in Malaysia starben zwei Menschen. Dort stehen ganze Landstriche unter Wasser.
Klimawandel als Risikofaktor
Indonesien ist an heftige Regenzeiten zwischen November und März gewöhnt. Doch Experten warnen, dass der Klimawandel die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse weiter verstärken wird. Die aktuelle Katastrophe zeigt auf dramatische Weise, wie verwundbar die Region gegenüber den Folgen globaler Erderwärmung ist.