Der ukrainische Geheimdienst SBU hat sich offiziell zu den Explosionen auf zwei Öltankern im Schwarzen Meer bekannt. Die Attacken ereigneten sich am Freitag vor der türkischen Küste. Laut SBU wurden die Schiffe mit modifizierten Marinedrohnen vom Typ Sea Baby angegriffen. Videoaufnahmen sollen die gezielten Angriffe belegen.
Bei den betroffenen Schiffen handelt es sich um die unter gambischer Flagge fahrenden Tanker „Virat“ und „Kairos“, die sich laut Behördenangaben unbeladen auf dem Weg in den russischen Hafen Noworossijsk befanden – offenbar, um dort mit Ölprodukten beladen zu werden. Die 45 Crewmitglieder konnten in Sicherheit gebracht werden, die Tanker standen nach den Detonationen in Flammen.
Beide Schiffe sollen nach ukrainischer Einschätzung Teil der sogenannten russischen Schattenflotte sein – einer Gruppe von Tankern, die russisches Erdöl trotz westlicher Sanktionen weiter über internationale Routen transportieren.
Mit den Angriffen verfolgt die Ukraine offenbar das Ziel, russische Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu schwächen und gleichzeitig die Präsenz russischer Versorgungslinien im Schwarzen Meer zurückzudrängen. Beobachter sehen darin eine neue Eskalationsstufe im maritimen Teil des Kriegs. Von russischer Seite gibt es bislang keine offizielle Reaktion auf die Verantwortungserklärung des SBU.