Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, hat die jüngste Einigung im Zollstreit zwischen der Schweiz und den USA zwar begrüßt, aber ihre Bedeutung für die Wirtschaft relativiert. Die Vereinbarung sei positiv, jedoch keine entscheidende Wende für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, erklärte Schlegel.
Zölle sinken – Effekt bleibt trotzdem gering
Die USA hatten ihre Strafzölle auf bestimmte Schweizer Produkte von 39 auf 15 Prozent reduziert. Doch laut Schlegel betrifft diese Anpassung lediglich rund vier Prozent der gesamten Schweizer Exporte.
Damit könne die Einigung zwar einzelne Branchen spürbar entlasten, jedoch nicht die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit beseitigen.
Hauptproblem bleibt die US-Handelspolitik
Schlegel machte deutlich, dass die aktuelle Lage der Schweizer Wirtschaft vor allem von der unberechenbaren US-Handelspolitik geprägt sei. Sie sorge weiterhin für:
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Planungsunsicherheit bei exportorientierten Unternehmen
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Volatilität auf Märkten, die von Schweizer Firmen beliefert werden
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Zurückhaltung bei Investitionen
Die Zollanpassung sei daher eher ein „positives Signal“ als ein Wendepunkt.
Schweizer Wirtschaft noch unter Druck
Die exportabhängige Schweiz kämpft nach wie vor mit einer gedämpften weltweiten Nachfrage, geopolitischen Risiken und vorsichtigen Unternehmen. Die Einigung mit den USA nehme zwar einen Teil des Drucks, werde aber keine markante Erholung auslösen.
Fazit
Die Zollvereinbarung ist ein Schritt in die richtige Richtung – aber kein Gamechanger. SNB-Präsident Schlegel sieht die USA weiterhin als entscheidenden Unsicherheitsfaktor für die Schweizer Wirtschaft. Solange die US-Handelspolitik unberechenbar bleibt, werde die Schweiz vorsichtig agieren müssen.