Aktenzeichen: 70d IN 270/25
Im Verfahren um die 110Intensivpflege GmbH mit Sitz in Brühl hat das Amtsgericht Köln eine entscheidende Wendung eingeleitet. Die zuvor verhängten Sicherungsmaßnahmen, die am 23. Oktober 2025 zur Absicherung des Unternehmensvermögens angeordnet worden waren, sind wieder aufgehoben worden. Dies bestätigte das Insolvenzgericht zuletzt mit Beschluss vom 17. November 2025.
Die 110Intensivpflege GmbH ist im Handelsregister unter HRB 99805 geführt und widmet sich einem besonders sensiblen Aufgabenfeld: der Versorgung, Betreuung und Überwachung von tracheotomierten und beatmeten Kindern – sowohl in der dauerhaften Intensivpflege als auch in zeitlich begrenzten Betreuungssituationen. Geleitet wird das Unternehmen von Geschäftsführerin Zahra Jung.
Mit der Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen entfällt für die GmbH nun die zuvor auferlegte Einschränkung ihrer Verfügungsbefugnisse über das eigene Vermögen. Was dieser Schritt konkret für die Zukunft des Unternehmens bedeutet, bleibt jedoch vorerst offen. In vielen Fällen erfolgt eine solche Entscheidung, wenn entweder keine akute Gefährdung der Insolvenzmasse mehr gesehen wird oder sich das Verfahren in eine andere Richtung entwickelt – beispielsweise durch Rücknahme des Eröffnungsantrags oder außergerichtliche Regelungen.
Wie es mit dem Insolvenzantragsverfahren weitergeht, wird nun vom weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Prüfung und den Gesprächen zwischen Gläubigern, Geschäftsführung und Gericht abhängen. Klar ist jedoch: Für die betroffenen Familien und Pflegebedürftigen, die auf spezialisierte Unterstützung angewiesen sind, steht viel auf dem Spiel.