In Istanbul haben erneut mehrere ausländische Touristen Symptome einer schweren Vergiftung entwickelt und mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nach übereinstimmenden Medienberichten hatten die Betroffenen im selben Hotel im europäischen Teil der Metropole übernachtet wie die Familie aus Hamburg, deren Tragödie seit gestern für internationales Aufsehen sorgt.
Die Hamburger Mutter und ihre beiden kleinen Kinder waren am Donnerstag an massiven Vergiftungserscheinungen gestorben. Der Vater kämpft weiterhin auf der Intensivstation um sein Leben. Ermittler prüfen derzeit, ob kontaminierte Speisen oder Getränke im Hotel die Todesfälle ausgelöst haben könnten. Eine Lebensmittelvergiftung gilt als wahrscheinlichste Ursache, endgültige toxikologische Ergebnisse stehen aber noch aus.
Die Polizei hat inzwischen eine Sonderermittlungsgruppe eingerichtet und befragt Hotelpersonal sowie weitere Gäste. Auch Proben aus Küche, Wasserleitungen und Lagerbereichen wurden gesichert. Türkische Gesundheitsbehörden betonen, man nehme den Fall sehr ernst – insbesondere, weil mehrere Erkrankte zeitnah aus demselben Umfeld gemeldet wurden.
Vertreter des Hotelsektors in Istanbul kündigten bereits an, die internen Hygienekontrollen in vielen Betrieben vorsorglich zu verschärfen. Urlauber, die aktuell in der Region unterwegs sind, werden aufgefordert, bei plötzlich auftretender Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sofort medizinische Hilfe zu suchen.