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Renten-Rumms ab 2028: Beiträge steigen massiv – Arbeitnehmer müssen Hunderte Euro mehr zahlen

stux (CC0), Pixabay

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland müssen sich auf eine deutliche Erhöhung der Rentenbeiträge einstellen. Laut Andreas Gunkel (57), Chef der Deutschen Rentenversicherung, wird es ab 2028 einen „extremen Beitragssprung“ geben. Der Beitragssatz, der derzeit bei 18,6 Prozent liegt, könnte auf ein Rekordniveau von rund 21 Prozent steigen – das wäre der stärkste Anstieg seit über zwei Jahrzehnten.

Gunkel sprach von einer „sehr heftigen Entwicklung“, die vor allem jüngere Beschäftigte spüren werden. Grund ist die demografische Lage: Immer mehr Menschen gehen in Rente, während die Zahl der Erwerbstätigen sinkt. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für die Rentenversicherung deutlich.

Für Beschäftigte bedeutet das konkret spürbare Abzüge vom Lohn. Ein Beispiel:

  • Bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro steigt der Arbeitnehmeranteil um rund 20 Euro im Monat, also 240 Euro im Jahr.
  • Wer 5.000 Euro brutto verdient, zahlt künftig etwa 40 bis 45 Euro mehr im Monat, also rund 500 Euro zusätzlich im Jahr.

Da Arbeitgeber den Beitrag zur Rentenversicherung hälftig mittragen, verteuern sich auch die Lohnkosten für Unternehmen deutlich.

Finanzexperten warnen, dass der Beitragssprung die Nettolöhne belastet und den Konsum dämpfen könnte. Gleichzeitig werde der Staat wohl weiter hohe Zuschüsse aus Steuermitteln leisten müssen, um das System zu stabilisieren.

Gunkel forderte, die Politik müsse frühzeitig gegensteuern – etwa durch eine Reform des Renteneintrittsalters, die Stärkung privater Vorsorge und gezielte Einwanderung in den Arbeitsmarkt.

Trotz der drohenden Mehrbelastung betonte der Rentenversicherungsvorstand: „Die Rente bleibt sicher – aber sie wird teurer.“
Bis spätestens 2029 soll der Beitragssatz erneut überprüft werden. Schon jetzt gilt jedoch als sicher: Der angekündigte Renten-Rumms wird die Beschäftigten spürbar treffen.

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