Ein entspannter Ausflug in die Natur endete für Dutzende Kreuzfahrtgäste mit einem Schock: Vor der Küste der Dominikanischen Republik ist am Wochenende ein Ausflugsboot mit Passagieren des Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 1“ gesunken. Alle 55 Urlauberinnen und Urlauber konnten glücklicherweise gerettet werden – doch die Stunden auf See waren offenbar von Panik und dramatischen Szenen geprägt.
Geplanter Ausflug wird zum Albtraum
Die Kreuzfahrtgäste befanden sich auf einem organisierten Ausflug zu einem Nationalpark, der von einer örtlichen Agentur durchgeführt wurde. Das zwölf Meter lange Katamaran-Boot sollte sie durch die Küstengewässer führen. Doch kurz nach dem Ablegen bemerkte die Crew, dass Wasser in den Rumpf eindrang.
Laut Augenzeugen entwickelte sich die Situation rasch: Die Besatzung verteilte Rettungswesten, während sich das Boot zunehmend neigte. Passagiere sollen geschrien, geweint und sich gegenseitig gestützt haben, während das Wasser weiter stieg.
Rettungsaktion in letzter Minute
Binnen kurzer Zeit trafen Rettungskräfte ein – unterstützt von der Marine der Dominikanischen Republik. Sie konnten alle 55 Gäste sowie die Crewmitglieder in Sicherheit bringen. Nach Angaben der Küstenwache und lokaler Medien erlitten einige Passagiere leichte Verletzungen oder Schockzustände, doch es gab keine Todesopfer. Der Katamaran sank kurz nach der Rettungsaktion vollständig.
Ursache noch unklar
Was zu dem Wassereinbruch führte, ist bislang nicht bekannt. Lokale Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. Experten schließen technische Defekte oder strukturelle Schäden am Boot nicht aus, ebenso wenig wie eine mögliche Überlastung.
Kreuzfahrt geht weiter – Nachbetreuung für Betroffene
Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ der Hamburger Reederei TUI Cruises setzte nach dem Vorfall seine Reise wie geplant fort und befindet sich derzeit auf dem Weg nach Mexiko. TUI Cruises bestätigte den Vorfall und erklärte, dass die betroffenen Gäste an Bord betreut und psychologisch unterstützt würden.
Ein Sprecher des Unternehmens teilte mit, man arbeite eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um die genaue Ursache des Unfalls zu klären. Sicherheit habe oberste Priorität, betonte die Reederei.
Hintergrund: Beliebtes Reiseziel mit Risiko
Die Dominikanische Republik zählt zu den beliebtesten Kreuzfahrtdestinationen in der Karibik. Zahlreiche Ausflüge werden dort von externen Anbietern durchgeführt – oft unter tropischen Bedingungen und in Küstengewässern, die plötzlichen Wetterumschwüngen ausgesetzt sein können.
Der aktuelle Vorfall zeigt, wie wichtig Sicherheitschecks und zertifizierte Anbieter bei organisierten Landausflügen sind.