Ein weiteres Unternehmen aus der Reise- und Veranstaltungsbranche gerät ins wirtschaftliche Abseits: Die D.I.E. Reisen Veranstaltungs-GmbH aus Neukirchen-Vluyn befindet sich seit dem 07. November 2025 im vorläufigen Insolvenzverfahren. Das zuständige Amtsgericht Kleve hat in dem Verfahren mit dem Aktenzeichen 33 IN 27/25 erste Sicherungsmaßnahmen angeordnet.
Die Gesellschaft, geführt von Geschäftsführer Bernd Serapins und im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter HRB 6163 verzeichnet, betreibt ihr Geschäft mit Sitz in der Inneboltstraße 118, 47506 Neukirchen-Vluyn. Bereits seit Jahren ist das Unternehmen im Bereich Touristik und Veranstaltungswesen tätig – nun allerdings steht es vor dem Abgrund.
Insolvenzverwalter übernimmt Kontrolle
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Bero-Alexander Lau aus Düsseldorf (Graf-Adolf-Platz 15) bestellt. Ihm obliegt es, das Vermögen der Schuldnerin zu sichern, zu verwalten und eine erste Bewertung vorzunehmen, ob eine Fortführung des Unternehmens wirtschaftlich denkbar ist.
Kernpunkte der gerichtlichen Anordnung:
- Verfügungen über das Vermögen der GmbH sind ab sofort nur noch mit Zustimmung des Insolvenzverwalters zulässig.
- Drittschuldner – etwa Kunden oder Geschäftspartner – dürfen keine Zahlungen mehr direkt an die Schuldnerin leisten, sondern ausschließlich an den vorläufigen Verwalter.
- Zwangsvollstreckungsmaßnahmen werden untersagt oder eingestellt, sofern keine Immobilien betroffen sind.
Erste Konsequenzen und Ausblick
Die Anordnung zeigt: Das Unternehmen steht unter strenger finanzieller Beobachtung. Ziel ist es, eine ungeordnete Auflösung des Vermögens zu verhindern und Transparenz über die wirtschaftliche Lage zu schaffen. In den kommenden Wochen wird der Insolvenzverwalter prüfen, ob genügend Masse vorhanden ist, um ein Regelverfahren zu eröffnen – oder ob die Eröffnung mangels Masse abgelehnt werden muss.
Für Kunden, Mitarbeitende und Geschäftspartner der D.I.E. Reisen Veranstaltungs-GmbH beginnt nun eine Zeit der Ungewissheit. Die Reise in die Zukunft des Unternehmens steht auf der Kippe.