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75-Jährige in Wien um 158.000 Euro betrogen – Täter gab sich als Polizist aus

geralt (CC0), Pixabay

In Wien-Floridsdorf ist eine 75-jährige Frau Opfer eines besonders dreisten Betrugs geworden. Ein Unbekannter gab sich am Telefon als Polizeibeamter aus und brachte die Seniorin dazu, ihr gesamtes Erspartes sowie Schmuck und Goldmünzen an ihn zu übergeben. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf rund 158.000 Euro.

Der Täter rief am Dienstagmittag bei der Frau an und stellte sich als „Mag. Gruber von der Landespolizeidirektion Wien“ vor. Er behauptete, eine Mitarbeiterin ihrer Bank habe versucht, Geld von ihrem Konto zu stehlen, und man müsse nun „Fingerabdrücke auf Bargeld und Wertgegenständen sichern“.

Um die angeblichen Ermittlungen zu unterstützen, wies der Mann die 75-Jährige an, ihr Vermögen an die Polizei zu übergeben. Kurze Zeit später erschien ein vermeintlicher „Kollege“ an ihrer Wohnungstür, dem sie das dort aufbewahrte Bargeld übergab. Anschließend bestellte der Betrüger telefonisch ein Taxi für die Frau, mit dem sie zu ihrer Bank gefahren wurde.

In der Filiale öffnete die Seniorin auf seine Anweisung hin ihren Banksafe und übergab Golddukaten und Schmuck an denselben Unbekannten. Während des gesamten Vorgangs war sie vom Betrüger angewiesen worden, mit niemandem zu sprechen.

Erst in der Nacht kamen ihr Zweifel, und sie verständigte die echte Polizei. Da war das Geld bereits verschwunden. Wie die Ermittler mitteilten, war der Frau die Telefonbetrugsmasche grundsätzlich bekannt – offenbar war der Täter jedoch äußerst überzeugend aufgetreten.

Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei warnt erneut eindringlich vor solchen Betrugsfällen:

  • Echte Polizistinnen und Polizisten fordern niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Spurensicherung.
  • In keinem Fall sollte Geld an Unbekannte übergeben oder außerhalb von Dienststellen übergeben werden.
  • Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und die Polizei unter 133 verständigen.
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