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Ausbreitung der Vogelgrippe – Mehr als eine halbe Million Tiere getötet

Elsemargriet (CC0), Pixabay

Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland weiter aus. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) sind inzwischen Geflügelbetriebe in zehn Bundesländern betroffen. Seit Anfang September wurden demnach 48 Ausbrüche in kommerziellen Geflügelhaltungen gemeldet.

Um eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Tierseuche zu verhindern, mussten bereits mehr als 525.000 Tiere getötet werden. Betroffen sind vor allem größere Mast- und Legebetriebe, aber auch kleinere Geflügelhaltungen.

Eine Sprecherin des FLI warnte, die Zahl der Fälle könne in kurzer Zeit weiter steigen. „Wir beobachten derzeit eine sehr dynamische Entwicklung“, erklärte sie. Besonders in Nord- und Ostdeutschland seien mehrere neue Ausbrüche binnen weniger Tage bestätigt worden.

Die sogenannte Geflügelpest, auch bekannt als Vogelgrippe, ist eine für viele Vogelarten tödliche Virusinfektion. Sie wird in der Regel durch Wildvögel verbreitet und kann für Nutzgeflügelbestände verheerende Folgen haben. Für Menschen besteht nach aktuellem Kenntnisstand kein erhöhtes Risiko – dennoch gelten strenge Hygieneregeln, um eine Übertragung auf andere Tierbestände zu verhindern.

In den betroffenen Regionen wurden großflächige Sicherheitszonen eingerichtet. Der Transport von Geflügel und Eiern ist dort nur unter Auflagen erlaubt. Behörden appellieren an Halterinnen und Halter, ihre Tiere in Stallhaltung zu nehmen und mögliche Krankheitsanzeichen sofort zu melden.

Das FLI arbeitet gemeinsam mit den Landesveterinärbehörden an einer genauen Analyse des Virusgeschehens. Ziel ist es, die Infektionsketten besser zu verstehen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Fachleute befürchten, dass der anhaltend milde Herbst und der beginnende Vogelzug die Lage zusätzlich verschärfen könnten.

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