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EUROPA SERVICE Mobility Partners AG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Aktenzeichen: 67g IN 334/25

Im Rahmen des Insolvenzeröffnungsverfahrens gegen die EUROPA SERVICE Mobility Partners Aktiengesellschaft mit Sitz in der Schorberger Straße 66, 42699 Solingen, hat das Amtsgericht Hamburg am 28. Oktober 2025 um 17:45 Uhr einschneidende Maßnahmen angeordnet. Die im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter HRB 21088 eingetragene Gesellschaft wird durch ein fünfköpfiges Vorstandsteam vertreten: Jannis Hilgerloh, Marcus Hungerkamp, Nima Kalantari, Jens-Etik Hilgerloh und Marco Rehberg.

Das Unternehmen ist im internationalen Handel sowie der Vermietung von Automobilen tätig – ein Geschäftszweig, der in wirtschaftlich volatilen Zeiten besonders anfällig für Liquiditätsprobleme ist. Die Einleitung des Insolvenzverfahrens deutet auf tiefgreifende finanzielle Schwierigkeiten hin.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Christoph Morgen, Sechslingspforte 2, 22087 Hamburg, bestellt. Mit seiner Ernennung übernimmt er ab sofort die Kontrolle über sämtliche Vermögensverfügungen der Gesellschaft. Diese sind nur noch mit seiner Zustimmung wirksam – ein zentraler Schritt zur Sicherung des verbliebenen Unternehmensvermögens und zur Vorbereitung des eigentlichen Insolvenzverfahrens.

Gleichzeitig wurden auch Drittschuldner – also Unternehmen oder Personen, die der EUROPA SERVICE Mobility Partners AG gegenüber zahlungspflichtig sind – angewiesen, keine Zahlungen mehr direkt an die Schuldnerin zu leisten. Stattdessen ist ausschließlich der vorläufige Insolvenzverwalter befugt, Forderungen einzuziehen und Zahlungen entgegenzunehmen.

Darüber hinaus untersagte das Gericht sämtliche Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Schuldnerin, soweit sie sich nicht auf unbewegliches Vermögen beziehen. Bereits eingeleitete Vollstreckungen werden bis auf Weiteres eingestellt. Diese Maßnahmen dienen dazu, eine geordnete Bestandsaufnahme der Vermögenslage zu ermöglichen, ohne dass Gläubiger in Einzelaktionen auf die verbliebenen Werte zugreifen.

Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung tritt das Unternehmen nun in eine kritische Phase ein. Ob eine Sanierung gelingt oder es zu einer Abwicklung kommt, bleibt abzuwarten. In jedem Fall ist die finanzielle Lage der EUROPA SERVICE Mobility Partners AG ernst – und die kommenden Wochen werden zeigen, ob das Unternehmen noch eine Zukunft unter gerichtlicher Aufsicht entwickeln kann.

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