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Fussball-Woche Verlags GmbH unter vorläufiger Insolvenzverwaltung gestellt

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die traditionsreiche Fussball-Woche Verlags GmbH, ansässig in der Lützowstraße 102–104 in Berlin, steht vor einem bedeutenden Umbruch: Am 21. Oktober 2025 um 11:30 Uhr ordnete das Amtsgericht Charlottenburg im Rahmen des laufenden Insolvenzantragsverfahrens umfassende Sicherungsmaßnahmen an, um eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zu verhindern. Die Gesellschaft, geführt von Geschäftsführer Heiko Hülsmann und im Handelsregister unter HRB 116157 eingetragen, gehört zum Pressewesen mit dem Schwerpunkt auf sportjournalistischen Publikationen.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Joachim Heitsch mit Kanzleisitz in der Berliner Straße 117, 10713 Berlin bestellt. Ihm obliegt nun die Aufgabe, das Vermögen der Schuldnerin zu überwachen, zu sichern und zu erhalten. Er ist ausdrücklich nicht als allgemeiner Vertreter des Unternehmens eingesetzt, sondern hat vor allem zu prüfen, ob die vorhandenen Mittel ausreichen, um die Verfahrenskosten zu decken.

Der Schuldnerin wurde untersagt, ohne Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters über Vermögensgegenstände zu verfügen. Dieses Verfügungsverbot betrifft unter anderem sämtliche Bankkonten sowie Forderungen gegenüber Dritten. Letztere wurden zudem ausdrücklich aufgefordert, Zahlungen künftig ausschließlich an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu leisten. Für die Abwicklung eingehender Gelder ist Dr. Heitsch befugt, Sonderkonten zu eröffnen, über die er allein verfügen kann. Auch die auskunftspflichtigen Kreditinstitute wurden verpflichtet, entsprechende Kontoauszüge für die letzten beiden Jahre vorzulegen.

Darüber hinaus ist es der Fussball-Woche Verlags GmbH ab sofort untersagt, Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegen sich zu dulden. Bereits eingeleitete Vollstreckungen werden mit sofortiger Wirkung eingestellt, sofern es sich nicht um unbewegliche Gegenstände handelt.

Auch organisatorisch greifen die Maßnahmen tief: Dr. Heitsch ist berechtigt, die Geschäftsräume und Nebenbereiche des Verlages zu betreten, Unterlagen einzusehen sowie Auskünfte einzuholen, die zur Sicherung der Insolvenzmasse und zur Aufklärung der Vermögensverhältnisse notwendig sind. Dies betrifft sowohl die interne Buchführung als auch geschäftliche Papiere.

Die Veröffentlichung dieser Maßnahme im elektronischen Justizportal wird gemäß den gesetzlichen Vorgaben mindestens bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gespeichert. Sollte das Verfahren nicht eröffnet werden, erfolgt die Löschung der Bekanntmachung spätestens sechs Monate nach Aufhebung der getroffenen Maßnahmen.

Für die Fussball-Woche Verlags GmbH bedeutet dieser Schritt einen tiefgreifenden Einschnitt. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, ob sich aus der Krise ein Sanierungskurs entwickeln kann – oder ob ein endgültiges Insolvenzverfahren eröffnet wird. Das Berliner Traditionsunternehmen steht damit an einem wirtschaftlichen Wendepunkt.

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