Kurz vor der alljährlichen Wechselsaison im Herbst zieht der Preis für Autoversicherungen erneut an – wenn auch nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahr. Laut dem aktuellen Kfz-Versicherungsindex des Vergleichsportals Verivox kosten Neuverträge im günstigsten Preissegment derzeit rund sieben Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Damit hat sich die Dynamik deutlich abgeschwächt: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren die Beiträge um etwa 25 Prozent gestiegen. Dennoch bleibt der Trend klar – die Kfz-Versicherung wird für viele Autofahrer weiter zur Kostenfalle.
Besonders betroffen: Vollkaskoversicherungen
Am stärksten trifft der aktuelle Anstieg laut Verivox das günstige Segment der Vollkaskoversicherungen, das um acht Prozent zulegte. Auch Teilkasko- und Haftpflichtverträge verteuerten sich, allerdings etwas moderater.
Ein Grund für die anhaltend hohen Preise sind gestiegene Reparatur- und Ersatzteilkosten. Insbesondere moderne Fahrzeuge mit sensibler Technik, etwa Assistenzsystemen oder Kameras, verursachen im Schadensfall deutlich höhere Werkstattkosten. Hinzu kommen Inflation, steigende Löhne in der Kfz-Branche sowie zunehmende Schadensmeldungen nach Unwettern und Starkregen.
Vergleich lohnt sich mehr denn je
Verbraucherschützer raten Autofahrerinnen und Autofahrern, ihre Versicherung spätestens im Herbst zu überprüfen. Die meisten Policen können bis zum 30. November gekündigt werden – ein Wechsel des Anbieters kann je nach Tarif mehrere Hundert Euro pro Jahr einsparen.
Laut Verivox ist der Markt weiterhin stark umkämpft, und trotz steigender Durchschnittspreise gebe es nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern.
Ausblick
Auch wenn sich die Preisentwicklung etwas beruhigt hat, rechnen Experten nicht mit sinkenden Beiträgen. Der Kostendruck in der Branche bleibt hoch – und viele Versicherer kalkulieren für 2026 bereits mit weiteren moderaten Anpassungen.
Für Autofahrer bedeutet das: Wer sparen will, sollte jetzt vergleichen, wechseln oder den eigenen Vertrag optimieren – bevor die nächste Beitragserhöhung kommt.