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Verdacht auf Polizeigewalt – LKA durchsucht erstes Polizeirevier in Frankfurt

GlauchauCity (CC0), Pixabay

Einmal mehr steht ein Frankfurter Polizeirevier im Zentrum schwerwiegender Vorwürfe: Das Landeskriminalamt (LKA) Hessen hat am Freitag eine Razzia bei mehreren Polizeibeamten des ersten Reviers in Frankfurt durchgeführt. Nach Informationen aus Ermittlerkreisen sollen die Durchsuchungen im Zusammenhang mit mutmaßlichen Fällen von Körperverletzung im Amt und der Vertuschung solcher Taten stehen.

Im Fokus der Ermittlungen steht eine Gruppe von Polizistinnen und Polizisten, die nach bisherigen Erkenntnissen Verdächtige misshandelt oder Übergriffe ihrer Kollegen gedeckt haben sollen. LKA-Beamte durchsuchten neben Diensträumen auch mehrere Privatfahrzeuge der Beschuldigten direkt vor dem Revier.

Das erste Polizeirevier in der Frankfurter Innenstadt gilt den Ermittlern zufolge als „bekanntes Problemrevier“. Bereits in der Vergangenheit hatte es dort interne Untersuchungen gegeben – unter anderem wegen des Verdachts rassistischer Chats und übermäßiger Gewaltanwendung. Auch das Vertrauen innerhalb der Polizei sei durch die wiederkehrenden Vorwürfe erheblich belastet worden.

Die aktuelle Razzia ist Teil einer größeren Ermittlungskomplexes, in dem es um mutmaßliche rechtswidrige Einsätze und das bewusste Verschweigen von Übergriffen geht. Das LKA wertet derzeit beschlagnahmte Datenträger und Einsatzberichte aus. Ob es zu vorläufigen Suspendierungen kommt, ist bislang unklar.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, die Maßnahmen dienten der „Sicherung von Beweismitteln im frühen Ermittlungsstadium“. Namen oder genaue Dienststellungen der Beschuldigten wurden nicht genannt. Die Polizei Frankfurt äußerte sich bislang nicht zu den laufenden Ermittlungen, betonte jedoch, man unterstütze die Arbeit des LKA „vollumfänglich“.

Die Vorwürfe treffen die hessische Polizei in einer Phase erhöhter öffentlicher Sensibilität: Erst in den vergangenen Jahren war das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden durch mehrere Skandale erschüttert worden. Nun zeigt sich erneut, dass der Kampf gegen Fehlverhalten in den eigenen Reihen noch längst nicht beendet ist.

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