Was als Traumhochzeit an der malerischen Riviera del Corallo auf Sardinien begann, endete in einem handfesten Skandal: Eine frisch vermählte Braut ertappte ihren Ehemann noch in der Hochzeitsnacht – mit einer anderen Frau. Und das ausgerechnet im eigens geschmückten Bett, das eigentlich für die gemeinsame Nacht vorgesehen war.
Wie die Lokalzeitung La Nuova Sardegna berichtet, fand die Feier mit rund 200 Gästen in einem Hotel im Norden der Insel statt. Anfangs sei ausgelassen getanzt, gegessen und gefeiert worden, die Stimmung ausgelassen, das Paar strahlte. Doch kurz vor Mitternacht bemerkte die etwa 40-jährige Braut, dass ihr Mann – Anfang 30 – verschwunden war. Anrufe blieben unbeantwortet, Gäste begannen sich zu sorgen, manche fürchteten sogar, es könne etwas passiert sein.
Schließlich machte sich die Braut selbst auf die Suche. Gemeinsam mit einigen Verwandten und Hotelangestellten öffnete sie das Zimmer, das für die Hochzeitsnacht vorbereitet war – und stieß dort auf die bittere Wahrheit: Ihr frischgebackener Ehemann lag im Bett, und zwar nicht allein. Neben ihm befand sich, wie die Zeitung berichtet, eine enge Verwandte der Braut – vermutlich ihre Schwester oder Cousine.
Die Szene, die folgte, muss dramatisch gewesen sein: Entsetzen, Tränen, Wut. Beim Versuch, sich den Ehering vom Finger zu reißen, verletzte sich die Braut leicht. Die Feier endete abrupt – von Musik, Tanz und Champagner war keine Spur mehr.
Wie es danach weiterging, bleibt unklar. Laut La Nuova Sardegna verbrachten beide die Nacht im Hotel, jedoch in getrennten Zimmern. Ob es seither zu einer Aussprache oder gar einer Versöhnung kam, ist nicht bekannt. Ein Hotelangestellter beschrieb das Geschehen trocken: „Es sah aus wie eine Szene aus einer alten italienischen Komödie – nur dass diesmal niemand lachen konnte.“
Ein Skandal, der in Italien für Gesprächsstoff sorgt – und an eine bittere Wahrheit erinnert: Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die selbst das Kino sich kaum trauen würde.