Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt Anlegerinnen und Anleger ausdrücklich vor der Website green-art(.)org. Nach aktuellen Erkenntnissen bieten die Betreiber dort Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis an. Eine aufsichtliche Zulassung durch die BaFin liegt nicht vor.
Damit agieren die Betreiber rechtswidrig – denn in Deutschland dürfen Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Kryptowerte-Dienstleistungen nur mit einer offiziellen BaFin-Erlaubnis angeboten werden. Fehlende Zulassungen sind ein klares Warnsignal für betrügerische Aktivitäten.
Täuschung mit grüner Fassade
Der Name green-art suggeriert Nachhaltigkeit und Innovationsgeist – tatsächlich aber handelt es sich um eine Plattform, deren rechtlicher Hintergrund nicht nachvollziehbar ist. Solche Anbieter werben häufig mit ökologisch klingenden Investmentprojekten, Kunstfonds oder grünen Finanzanlagen, um Vertrauen zu gewinnen. Anlegerinnen und Anleger sollen so in eine vermeintlich „nachhaltige“ Geldanlage investieren – oft mit dem Risiko des Totalverlusts.
Wichtige Hinweise für Verbraucher
Die BaFin ruft dazu auf, größte Vorsicht walten zu lassen:
🔹 Keine Einzahlungen leisten, solange die Seriosität des Anbieters nicht zweifelsfrei feststeht.
🔹 Zulassung prüfen: Ob ein Unternehmen tatsächlich von der BaFin beaufsichtigt wird, lässt sich in der offiziellen
BaFin-Unternehmensdatenbank kostenlos überprüfen.
🔹 Vorsicht bei „zu guten“ Angeboten: Versprechen von garantierten Renditen oder risikolosen Gewinnen sind typische Warnsignale.
🔹 Keine sensiblen Daten preisgeben: Übermitteln Sie keine Ausweiskopien, Konto- oder Kreditkarteninformationen an unbekannte Anbieter.
Rechtlicher Hintergrund
Die Warnung erfolgt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG). Diese Vorschrift erlaubt es der BaFin, öffentlich zu informieren, wenn ein Anbieter ohne Erlaubnis Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen betreibt.
Fazit
Die Plattform green-art(.)org operiert ohne gültige Lizenz und unterliegt keiner Finanzaufsicht. Anlegerinnen und Anleger sollten sich nicht auf vermeintlich nachhaltige Versprechen verlassen, sondern gründlich prüfen, mit wem sie Geschäfte machen.