Über dem Atlantik braut sich eine gefährliche Wetterlage zusammen: Zwei Wirbelstürme gleichzeitig steuern auf die Inselgruppe Bermuda zu – und könnten die Region schon bald mit Orkanböen und sintflutartigen Regenfällen treffen.
Der Tropensturm „Imelda“, der zuvor in der Karibik wütete, gewinnt rapide an Stärke und dürfte laut US-Hurrikanzentrum noch heute Hurrikanstärke erreichen. Auf Kuba forderte der Sturm bereits zwei Todesopfer und hinterließ schwere Überschwemmungen in den Provinzen Guantánamo und Santiago de Cuba, wie Regierungschef Manuel Marrero Cruz mitteilte.
Nur wenige hundert Kilometer entfernt dreht sich bereits der zweite Wirbelsturm: „Humberto“, derzeit ein Hurrikan der Kategorie drei (von fünf), zieht ebenfalls nordostwärts – und droht, den Weg von „Imelda“ zu kreuzen.
Gefährliche Tanzpartner über dem Atlantik
Meteorologen warnen vor einer seltenen Wetterkonstellation: Weil die beiden Stürme ungewöhnlich nah beieinander liegen, könnten sie nach Einschätzung von US-Experten aufeinander Einfluss nehmen, sich gegenseitig umkreisen oder sogar verschmelzen – ein sogenannter Fujiwhara-Effekt. Das Ergebnis könnte ein noch stärkerer Supersturm sein.
Zwar wird nach derzeitigem Stand keiner der beiden Hurrikans direkt auf Bermuda treffen, doch die Wetterdienste rechnen mit heftigen Regenfällen, Sturmfluten und gefährlichen Winden. Schon kleinere Kursänderungen könnten die Lage drastisch verschärfen.
Überschwemmungen auch auf den Bahamas
Bereits jetzt sorgt „Imelda“ für Chaos: Auf den Bahamas meldeten Behörden starke Regenfälle und überflutete Straßen. Satellitenbilder zeigen eine rasch anwachsende Wolkenwand, die sich über dem westlichen Atlantik ausbreitet.
Während sich die Menschen auf Bermuda auf das Schlimmste vorbereiten, bleibt die Hoffnung, dass die Stürme – so gewaltig sie auch sind – an der Inselgruppe vorbeiziehen.