Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) hat neue Zahlen zu tödlichen Badeunfällen in Deutschland veröffentlicht. Demnach sind bis Mitte September dieses Jahres mindestens 321 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken – 33 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Mehrheit der Unfälle in Seen und Teichen
Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich nicht in Schwimmbädern oder an der Küste, sondern in Seen, Flüssen und Teichen. Dort gibt es keine ständige Aufsicht, viele Badestellen sind ungesichert, und Gefahren wie Strömungen oder abrupte Tiefen werden leicht unterschätzt.
Kinder unter den Opfern
Unter den Verstorbenen befanden sich auch zwölf Kinder unter zehn Jahren. Die DLRG mahnt deshalb, dass besonders kleine Kinder nie unbeaufsichtigt am oder im Wasser spielen sollten – auch nicht im Planschbecken oder am Gartenteich.
Männer besonders betroffen
Besonders auffällig: Männer sind deutlich häufiger Opfer von Badeunfällen als Frauen. Laut DLRG liegt das an mehreren Faktoren:
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Selbstüberschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit
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Höhere Risikobereitschaft, etwa beim Schwimmen in ungesicherten Gewässern
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Alkoholkonsum, der die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit einschränkt
Rückgang gegenüber Vorjahr – aber keine Entwarnung
Zwar zeigt die Statistik einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum, doch die DLRG warnt: Die Gefahr werde immer noch unterschätzt. Auch das sommerliche Wetter könne kurzfristig zu einem Anstieg der Zahlen führen, da mehr Menschen ungesicherte Badestellen aufsuchen.
Appell der Lebensretter
Die DLRG fordert daher mehr Aufklärung über Gefahren im Wasser, einen bewussteren Umgang mit Alkohol beim Baden und mehr Aufmerksamkeit für Kinder in Wassernähe. Rettungsschwimmer seien in vielen Regionen überlastet, zudem fehle es an Personal, um Gewässer ausreichend zu sichern.