Der Jahresabschluss 2024 der Windpark Struckum II GmbH & Co. KG zeigt ein bilanziell stabiles, aber in der Substanz schrumpfendes Unternehmen. Während das Eigenkapital konstant bleibt, sind deutliche Wertverluste im Anlagevermögen sichtbar.
Bilanzsumme und Struktur
Die Bilanzsumme sank leicht von 4,84 Mio. Euro auf 4,75 Mio. Euro. Grund dafür ist vor allem der Rückgang des Sachanlagevermögens, das von 1,90 Mio. Euro auf 1,21 Mio. Euro abfiel. Das ist ein Hinweis auf fortschreitende Abschreibungen und mögliche Alterung der Windkraftanlagen.
Demgegenüber stieg das Umlaufvermögen von 2,25 Mio. Euro auf 3,14 Mio. Euro. Auffällig: Über 2,38 Mio. Euro bestehen aus Forderungen, davon allein 1,73 Mio. Euro gegen Gesellschafter. Die freie Liquidität lag bei soliden 759 Tsd. Euro.
Eigenkapital
Das Eigenkapital blieb mit 3,56 Mio. Euro konstant, wodurch sich die Eigenkapitalquote auf 75 % der Bilanzsumme beläuft – ein für Windparkgesellschaften ausgesprochen hoher Wert. Es wurde weder ein Gewinn noch ein Verlust ausgewiesen.
Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Die Verbindlichkeiten reduzierten sich von 929 Tsd. Euro auf 790 Tsd. Euro. Langfristige Schulden (über 5 Jahre) wurden vollständig abgebaut, was die finanzielle Flexibilität verbessert. Rückstellungen stiegen leicht auf 405 Tsd. Euro, größtenteils für Steuer- und sonstige ungewisse Verpflichtungen.
Stärken
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Sehr hohe Eigenkapitalquote (75 %) – ungewöhnlich stark für eine Windpark-Gesellschaft
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Abbau langfristiger Verbindlichkeiten, keine Schulden mit Restlaufzeit über 5 Jahre
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Solide Liquidität von 759 Tsd. Euro
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Geringe Verschuldung, kaum externe Risiken aus Bankenfinanzierungen
Schwächen
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Starker Rückgang im Anlagevermögen deutet auf Alterung der Windenergieanlagen hin
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Hoher Anteil an Forderungen gegen Gesellschafter (über 1,7 Mio. Euro) – bindet Kapital und kann zu Interessenkonflikten führen
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Keine Angaben zu Gewinnen oder Ausschüttungen, Kapital bleibt gebunden
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Abhängigkeit von Rückstellungen für Steuer- und Betriebsrisiken
Fazit
Die Windpark Struckum II GmbH & Co. KG zeigt sich bilanziell extrem eigenkapitalstark und vergleichsweise unabhängig von Fremdfinanzierungen – ein Pluspunkt aus Sicht der Stabilität. Allerdings schrumpft die Substanz im Anlagevermögen, während ein erheblicher Teil der Mittel in Gesellschafterforderungen gebunden ist. Für Anleger heißt das: sehr solides Risikoprofil, aber begrenzte Wachstumsperspektiven, solange keine neuen Investitionen in moderne Anlagen erfolgen.