Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) schlägt Alarm: Erstmals in der Geschichte gibt es weltweit mehr fettleibige Kinder als untergewichtige. Das geht aus dem neuen globalen Ernährungsbericht hervor, den Unicef heute vorgestellt hat.
Deutliche Verschiebung
Demnach sind aktuell rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und 19 Jahren übergewichtig, etwa 9,4 Prozent gelten als fettleibig. Zum Vergleich: Nur noch 9,2 Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe sind untergewichtig. Damit hat sich das Verhältnis im Vergleich zu früheren Jahrzehnten komplett verschoben.
Betroffene Regionen
Besonders stark betroffen von Fettleibigkeit sind laut Bericht:
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die pazifischen Inselstaaten,
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Chile,
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die USA,
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sowie die Vereinigten Arabischen Emirate.
Dort werden teils alarmierend hohe Raten von Übergewicht und Adipositas unter Kindern gemessen.
Ursachen und Folgen
Als Hauptursachen nennt Unicef die zunehmende Verbreitung von verarbeiteten Lebensmitteln, zuckerhaltigen Getränken und Fast Food, aber auch Bewegungsmangel durch veränderte Lebensgewohnheiten. Die Folgen sind gravierend: Fettleibigkeit im Kindesalter erhöht das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Belastungen im späteren Leben.
Unicef fordert Gegenmaßnahmen
Unicef appelliert an Regierungen, dringend gegenzusteuern – unter anderem durch:
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gesündere Schulspeisungen,
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Aufklärungskampagnen für Eltern und Kinder,
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striktere Regulierung von Werbung für ungesunde Lebensmittel,
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und eine Förderung von Sport- und Bewegungsangeboten.
Ein globales Problem
Während Unterernährung in vielen Regionen des globalen Südens nach wie vor ein großes Problem bleibt, macht Übergewicht in anderen Teilen der Welt rapide Fortschritte. „Wir sehen eine doppelte Belastung: In manchen Ländern leiden Kinder gleichzeitig unter Hunger und Übergewicht“, so Unicef-Vertreter.