Zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Koalas hat die Regierung des Bundesstaats New South Wales einen weitreichenden Schritt beschlossen: Ab morgen gilt in einem großen Waldgebiet entlang der Ostküste ein sofortiges Verbot für Holzeinschläge.
Geplanter Nationalpark
Das betroffene Areal umfasst rund 176.000 Hektar Wald. Nach Angaben der Regierung soll dort ein neuer Koala-Nationalpark entstehen, der als größtes zusammenhängendes Schutzgebiet dieser Art gilt. Ziel ist es, den Lebensraum der Tiere langfristig zu sichern und die Population stabil zu halten.
Koalas stark bedroht
Koalas gehören zu den bekanntesten Symboltieren Australiens – und gleichzeitig zu den gefährdetsten. In freier Wildbahn sind die Tiere in vielen Regionen stark zurückgegangen. Gründe dafür sind vor allem:
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Lebensraumverlust durch Abholzung und Urbanisierung,
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Klimawandel mit häufigeren Buschbränden und längeren Dürreperioden,
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sowie Krankheiten, die ganze Bestände schwächen können.
Behörden warnen, dass die Population im Bundesstaat New South Wales ohne Schutzmaßnahmen bereits bis 2050 ausgestorben sein könnte.
Aktuelle Bestandszahlen
Australische Schätzungen gehen von insgesamt bis zu 525.000 Koalas im ganzen Land aus. Die Zahl ist jedoch unsicher, da Bestände je nach Region sehr unterschiedlich verteilt sind. Besonders an der Ostküste sind die Bestände stark unter Druck geraten.
Politisches Signal
Mit dem geplanten Nationalpark setzt die Regierung von New South Wales ein deutliches Zeichen für den Artenschutz. Gleichzeitig dürfte die Entscheidung auch in der Holzindustrie und bei Landnutzungsinteressen für Diskussionen sorgen, da wirtschaftliche Aktivitäten eingeschränkt werden.
Umweltschützer begrüßten den Schritt bereits als „historische Chance“, um das Überleben der Koalas dauerhaft zu sichern.