Ein idyllischer Wandertag im Picos de Europa Nationalpark im Norden Spaniens endete in einer tragischen Katastrophe: Eine 29-jährige Deutsche ist am Dienstag auf der bekannten „Ruta del Cares“ ums Leben gekommen, nachdem sie von einem herabfallenden Stein am Kopf getroffen und in die Tiefe gerissen wurde.
Die junge Frau war auf dem Abstieg in der Gegend von Las Colladinas unterwegs – ein Abschnitt der Route, der für seine spektakulären Ausblicke, aber auch für seine steilen Felsformationen bekannt ist. Plötzlich löste sich ein Gesteinsbrocken aus der Wand oberhalb und traf die Wanderin am Kopf. Der Aufprall ließ sie das Gleichgewicht verlieren – sie stürzte rund 50 Meter einen steilen Hang hinunter in Richtung des Cares-Kanals, der in den gleichnamigen Fluss mündet.
Retter kämpften im steilen Gelände um das Leben der Frau
Zwei Begleiter der Frau sowie ein Nationalpark-Wächter reagierten sofort und stiegen zu ihr hinab. Sie konnten verhindern, dass sie noch weiter in die Tiefe stürzte, während bereits ein Rettungshubschrauber mit Notarzt und Feuerwehrmann im Anflug war. Die Retter seilten sich in das unwegsame Gelände ab, stabilisierten die Schwerverletzte und bereiteten sie für den Abtransport vor.
Die Frau war zu diesem Zeitpunkt bereits bewusstlos und wurde per Helikopter in ein Krankenhaus in Oviedo geflogen. Doch dort kam jede Hilfe zu spät: Am Mittwoch erlag sie ihren schweren Verletzungen.
Die Nachricht hat sowohl in Spanien als auch in Deutschland Bestürzung ausgelöst. Die „Ruta del Cares“ zählt zu den beliebtesten Wanderwegen der Region – ihre spektakuläre Lage entlang tiefer Schluchten zieht jährlich Tausende Naturliebhaber an. Zugleich gilt die Route, besonders nach Regenfällen oder Gesteinsbewegungen, als nicht ungefährlich.
Erneuter tödlicher Wanderunfall mit deutscher Beteiligung
Der tragische Tod der jungen Frau ist nicht der erste Fall dieser Art. Erst kürzlich war ein 20-jähriger Student aus Bayern auf Mauritius bei einer Wanderung am Morne Brabant tödlich verunglückt.
In beiden Fällen erinnert das Unglück daran, dass selbst geübte Wanderer in den Bergen und Schluchten ständigen Risiken durch Naturgewalten ausgesetzt sind – und wie wichtig Vorbereitung, Vorsicht und das Einschätzen der Umgebung bleiben.
Den Angehörigen der Verstorbenen gilt tiefes Mitgefühl.