Sachsen verzeichnet auch 2025 einen hohen Krankenstand: Laut aktuellem Gesundheitsreport der AOK Plus war im ersten Halbjahr jeder zweite Versicherte mindestens einmal krankgeschrieben. Im Durchschnitt fehlten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Freistaat an 13 Kalendertagen aufgrund gesundheitlicher Probleme am Arbeitsplatz.
Die Analyse zeigt deutliche regionale Unterschiede: Während in Dresden die wenigsten Krankmeldungen registriert wurden, war der Krankenstand im Landkreis Nordsachsen am höchsten. Die Gründe für die Unterschiede sind vielfältig – sie reichen von der Altersstruktur der Beschäftigten über Branchenunterschiede bis hin zu regionalen Arbeitsbedingungen.
Besonders ins Gewicht fielen wie schon in den Vorjahren Atemwegserkrankungen, Muskel-Skelett-Probleme sowie psychische Leiden. Diese drei Krankheitsgruppen machten zusammen den größten Teil der Fehltage aus. Experten weisen seit Jahren darauf hin, dass neben körperlichen Beschwerden vor allem die Zunahme psychischer Belastungen im Arbeitsleben ein ernstes Problem darstellt.
Die AOK Plus betreut in Sachsen und Thüringen rund 3,5 Millionen Versicherte und veröffentlicht regelmäßig Daten zum Gesundheitszustand ihrer Mitglieder. Der aktuelle Report soll nicht nur einen Überblick über die Krankheitsentwicklung geben, sondern auch Impulse für Arbeitgeber und Politik setzen – etwa für betriebliche Gesundheitsförderung, Prävention und flexible Arbeitsmodelle.