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Mode-Start-up Midoya in Schieflage: Kunden warten auf ihr Geld

derneuemann (CC0), Pixabay

Der Online-Modehändler Midoya steckt in der Krise. Seit dem 11. August 2025 läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das junge Unternehmen, das erst 2023 mit viel Schwung gestartet war. Mit Shapewear, Bademode und Unterwäsche hatte die Marke innerhalb kurzer Zeit Millionenumsätze erzielt – doch nun herrscht Ernüchterung.

Bestellungen ja, Rückzahlungen nein

Zwar betont die vorläufige Insolvenzverwalterin Ulrike Sythes, dass der Shop weiterläuft und neue Bestellungen wie gewohnt versendet werden. Für zahlreiche Kundinnen bleibt die Lage dennoch frustrierend: Auf Bewertungsportalen berichten sie, dass Erstattungen für Retouren seit Wochen ausstehen. Betroffen sind vor allem Bestellungen, die vor der Insolvenzanmeldung aufgegeben wurden.

Unternehmen verweist auf rechtliche Vorgaben

Midoya selbst erklärt, dass Rückzahlungen für ältere Bestellungen aktuell blockiert seien, da im Insolvenzverfahren bestimmte Regeln einzuhalten sind. Man wolle aber „eine faire Lösung“ finden, so das Unternehmen in einer Stellungnahme auf Trustpilot.

Verbraucherschützer warnen

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät Betroffenen, ihre Ansprüche unbedingt beim Insolvenzverwalter anzumelden. Dazu werden Nachweise wie Rechnungen oder Überweisungsbelege benötigt. Ob Kundinnen ihr Geld zurückbekommen, hängt davon ab, wie viel Insolvenzmasse am Ende vorhanden ist. Erfahrungsgemäß sind oft nur Teilbeträge zu erwarten. Gutscheine verlieren in der Regel ihre Gültigkeit.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  • Keine Vorkasse mehr leisten – Zahlungen könnten im schlimmsten Fall verloren gehen.

  • Forderungen anmelden – nur so besteht Aussicht auf eine Rückerstattung.

  • Unterlagen sichern – Rechnungen, Kontoauszüge und Retourenbelege bereithalten.

Unklare Zukunft

Ob Midoya saniert werden kann, ist derzeit offen. Für die Kundschaft bedeutet das: weiter warten – und hoffen, dass sich zumindest ein Teil der Forderungen zurückholen lässt.

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