Vietnam bereitet sich auf den bislang schwersten Sturm des Jahres vor: Taifun „Kajiki“ bewegt sich mit enormer Kraft auf die Küstenregionen zu. Das nationale Wetteramt warnte, dass der tropische Wirbelsturm am Montag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 166 Kilometern pro Stunde auf Land treffen könnte. Begleitet wird er von heftigem Starkregen und einer hohen Sturmflut.
Hunderttausende sollen evakuiert werden
Die Behörden haben umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Hunderttausende Menschen in besonders gefährdeten Küsten- und Flussgebieten sollen vorsorglich in Sicherheit gebracht werden. Schulen, öffentliche Einrichtungen und improvisierte Notunterkünfte werden vorbereitet, um die Bevölkerung aufzunehmen. Fischerboote wurden angewiesen, in den Häfen zu bleiben, und Flug- sowie Bahnverbindungen könnten kurzfristig eingestellt werden.
Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen
Neben den unmittelbaren Schäden durch den Sturm warnen Meteorologen vor massiven Überschwemmungen und Erdrutschen. Insbesondere in den Bergregionen Zentral- und Nordvietnams drohen nach tagelangem Starkregen gefährliche Hangrutsche. Die Regierung hat Katastrophenschutzteams mobilisiert, um Rettungskräfte, medizinisches Personal und Hilfsgüter schnell in betroffene Gebiete zu entsenden.
Sturmlage seit Stunden stabil
Wie die vietnamesische Zeitung VnExpress berichtet, hält „Kajiki“ seine Stärke bereits seit fast 20 Stunden. Dies erhöht die Sorge, dass er beim Landfall nur wenig an Intensität verliert. Das Sturmzentrum liegt derzeit noch über dem Südchinesischen Meer, bewegt sich aber mit hoher Geschwindigkeit auf das Festland zu.
Erinnerung an frühere Stürme
Vietnam wird regelmäßig von tropischen Stürmen heimgesucht. In den vergangenen Jahren hatten Taifune und Tropenstürme schwere Zerstörungen angerichtet, tausende Häuser beschädigt und ganze Regionen überflutet. Auch wirtschaftlich könnten die Schäden beträchtlich sein, insbesondere in der Landwirtschaft, die stark vom Wetter abhängig ist.
Internationale Hilfe möglich
Sollte „Kajiki“ wie prognostiziert auf Land treffen, rechnen Beobachter damit, dass auch internationale Hilfsorganisationen schnell Unterstützung anbieten. Erfahrungen mit früheren Naturkatastrophen zeigen, dass besonders die ländliche Bevölkerung am stärksten betroffen sein könnte.