Im Landkreis Wittenberg ist eine 80-jährige Frau Opfer eines perfiden Schockanrufs geworden. Die Täter erbeuteten dabei nach Polizeiangaben einen mittleren fünfstelligen Betrag.
So gingen die Betrüger vor
Am Telefon wurde der Seniorin glaubhaft vorgespiegelt, dass eine enge Angehörige einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Um eine angebliche Haftstrafe abzuwenden, müsse sofort eine hohe Kaution gezahlt werden. In großer Sorge um ihre Angehörige übergab die Frau schließlich das geforderte Geld.
Polizei warnt eindringlich
Die Polizei Sachsen-Anhalt warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche, die bundesweit immer wieder Opfer fordert. Besonders ältere Menschen geraten ins Visier der Täter, die am Telefon gezielt Druck und Angst aufbauen.
„Sprechen Sie mit Eltern, Großeltern und Bekannten über diese Methode. Wer am Telefon mit einer solchen Geschichte konfrontiert wird, sollte sofort auflegen und die Polizei verständigen“, so der Appell der Beamten.
Präventionstipps
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Misstrauisch bleiben bei Anrufen, in denen Unfälle oder Notlagen geschildert werden.
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Keine persönlichen Daten oder Vermögenswerte preisgeben.
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Im Zweifel selbst die angebliche Angehörige oder die Polizei zurückrufen – unter einer bekannten Nummer.
Hintergrund
Schockanrufe gehören zu den am weitesten verbreiteten Betrugsformen gegen Senioren. Die Täter agieren oft in besser organisierten Gruppen und gehen sehr professionell vor. Allein in Sachsen-Anhalt wurden in den vergangenen Monaten mehrere solcher Fälle gemeldet – die Schadenssummen reichen dabei von einigen tausend Euro bis hin zu sechsstelligen Beträgen.