Im ersten Halbjahr 2025 sind in Sachsen E-Bikes im Wert von mehr als zwei Millionen Euro gestohlen worden. Das geht aus aktuellen Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) hervor. Insgesamt laufen derzeit Ermittlungen in rund 700 Fällen.
Leipzig und Dresden besonders betroffen
Als Schwerpunkte der Diebstähle gelten vor allem die beiden Großstädte Leipzig und Dresden. Dort werden besonders häufig hochwertige E-Bikes gestohlen, die aufgrund ihrer Ausstattung und Preise für organisierte Tätergruppen attraktiv sind. Viele Räder verschwinden spurlos – Ermittler gehen davon aus, dass ein Teil ins Ausland weiterverkauft wird.
Weniger Fälle als im Vorjahr
Trotz der hohen Schadenssumme verzeichnet das LKA für das laufende Jahr bislang einen Rückgang der Fallzahlen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden deutlich weniger Diebstähle registriert. Gründe dafür könnten verstärkte Kontrollen, bessere Sicherungssysteme oder auch gezielte Polizeimaßnahmen gegen Bandenkriminalität sein.
Prävention im Fokus
Die Polizei rät E-Bike-Besitzerinnen und -Besitzern weiterhin, ihre Räder möglichst doppelt zu sichern – etwa durch stabile Bügelschlösser und die Nutzung gesicherter Abstellplätze. Außerdem sollten die Rahmennummern registriert werden, um gestohlene Räder im Ernstfall besser identifizieren zu können.
Hintergrund
E-Bikes gehören zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln in Sachsen und sind mit Anschaffungspreisen von oft über 2.000 Euro ein begehrtes Ziel für Diebe. Der Rückgang der Diebstähle ist daher zwar ein positives Signal, dennoch bleibt das Risiko in den großen Städten hoch.