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Afrika im Cholera-Alarm – 23 Länder kämpfen gegen Ausbrüche

JFJunior (CC0), Pixabay

Fast die Hälfte der afrikanischen Staaten steht derzeit vor einer wachsenden Gesundheitskrise: In 23 Ländern sind aktuell Cholera-Ausbrüche registriert, teilte die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC mit. Seit Jahresbeginn wurden bereits 205.000 Fälle gemeldet – ein Wert, der nahe an die 254.000 Erkrankungen des gesamten Vorjahres heranreicht.

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Sterblichkeitsrate: Sie lag 2024 noch bei 1,9 Prozent, aktuell beträgt sie 2,1 Prozent. „Mit Beginn oder Fortgang der Regenzeit in West- und Zentralafrika müssen wir mit einem weiteren Anstieg der Fälle rechnen“, warnte Ngashi Ngongo, bei Africa CDC zuständig für Krankheitsausbrüche.

Cholera wird durch Bakterien ausgelöst und verbreitet sich vor allem über verunreinigtes Wasser. Die Krankheit führt zu massivem Flüssigkeitsverlust, der ohne schnelle Behandlung tödlich enden kann. Besonders dramatisch ist die Lage in Staaten mit maroder Infrastruktur: Im Südsudan haben nur 16 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sanitären Anlagen, im vom Bürgerkrieg erschütterten Sudan verfügen lediglich 35 Prozent über sauberes Trinkwasser.

Africa CDC macht unzureichende Investitionen in die Wasser- und Abwasserinfrastruktur für die wiederkehrenden Ausbrüche mitverantwortlich. Für Millionen Menschen bedeuten die nächsten Monate nicht nur Regen und Überschwemmungen – sondern auch die stetige Gefahr einer tödlichen Infektionswelle.

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