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Sommerhoch im Norden – Sonne, Strand und voller Andrang an Nord- und Ostsee

Anestiev (CC0), Pixabay

Norddeutschland kann an diesem Wochenende in Sommerlaune schwelgen: Viel Sonne, warme Temperaturen und nur wenige Wolken sorgen für bestes Ausflugswetter – ideal für Strandtage oder Touren ins Grüne. DWD-Meteorologin Julia Schmidt verspricht für heute nach Auflösung letzter Nebelfelder im ganzen Norden heiteres Wetter, vereinzelt von Wolken begleitet. Lediglich im Norden Niedersachsens und in Schleswig-Holstein sind ein paar vereinzelte Tropfen möglich.

An den Küsten von Nord- und Ostsee bleibt es mit 22 bis 25 Grad angenehm warm, im Landesinneren klettert das Thermometer vielerorts auf 26 bis 28 Grad, im Raum Göttingen sogar auf 29 Grad. Auch der Sonntag zeigt sich freundlich, wenngleich mit frischen Böen an der Küste und gelegentlichen Wolkenfeldern. Zu Wochenbeginn setzt sich das sommerliche Bild fort – im südlichen Niedersachsen sind bis zu 31 Grad drin, vereinzelt drohen dann auch Gewitter.

Das perfekte Badewetter trifft auf ein besonderes Ferienphänomen: Erstmals in diesem Sommer überschneiden sich die Schulferien aller 16 Bundesländer – und das spürt vor allem Schleswig-Holsteins Küste. Ob Sylt, Büsum oder St. Peter-Ording: Strände sind gut gefüllt, Straßen teils überlastet. In Büsum etwa übersteigt die Zahl der Gäste an Spitzentagen die der Einheimischen um ein Vielfaches. Auch an der Ostsee bleiben Eckernförde, Grömitz und Fehmarn Publikumsmagnete, mit stabilen oder leicht steigenden Übernachtungszahlen und Millionen Tagesgästen pro Jahr.

Von echtem „Overtourism“ wollen Fachleute wie Tourismusforscherin Sabrina Seeler dennoch nicht sprechen – die Probleme seien lokal und saisonal begrenzt. Hauptauslöser für das Gefühl von Überfüllung seien Staus, volle Parkplätze und die Belastung der Infrastruktur. Viele Gemeinden setzen daher auf kreative Gegenmaßnahmen: kostenlose Shuttles, verkehrsberuhigte Zonen, Radwege, neues Parkleitsystem und kostenlose Linienbusse. Ziel: den Ansturm lenken, ohne die Gäste zu verlieren – und den Sommer an der Küste für Urlauber und Einheimische gleichermaßen erlebbar zu halten.

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