Ein schwerer Unfall im Dortmunder Norden hat in der Nacht zum Samstag einen 36-jährigen E-Scooter-Fahrer das Leben gekostet. Gegen 1.21 Uhr raste ein 18-jähriger Autofahrer auf der Flughafenstraße mit offenbar deutlich überhöhter Geschwindigkeit in den Mann, der auf einem E-Scooter unterwegs war. Der Aufprall war so heftig, dass der VW T-Roc erst rund 100 Meter später zum Stehen kam – nachdem er noch in eine Bushaltestelle und eine Mauer gekracht war.
Für den E-Scooter-Fahrer kam jede Hilfe zu spät, er starb noch am Unfallort. Der 18-jährige Fahrer und sein gleichaltriger Beifahrer – beide Spanier mit Wohnsitz in Dortmund – wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht. Ein Drogentest beim mutmaßlichen Unfallverursacher fiel positiv aus. Er wurde vorläufig festgenommen.
Die Wucht der Kollision zerstörte nicht nur den E-Scooter, sondern riss auch das Schild der Bushaltestelle aus seiner Verankerung. Trümmerteile des Fahrzeugs und Reste des Scooters lagen über die Straße verteilt.
Der Fall weckt Erinnerungen an einen ähnlich tragischen Unfall Anfang Juli in Frankfurt am Main, bei dem ein 23-jähriger Autofahrer zwei Brüder auf einem E-Scooter tötete und einen weiteren schwer verletzte. In beiden Fällen spielen überhöhte Geschwindigkeit und mutmaßlicher Drogenkonsum eine Rolle – eine fatale Kombination, die erneut die Debatte um Sicherheit im Straßenverkehr anheizt.