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Modemarke Zara zieht umstrittene Werbeanzeige zurück

jarmoluk (CC0), Pixabay

Die spanische Modemarke Zara hat eine aktuelle Werbekampagne von ihrer Website und aus der App entfernt, nachdem in sozialen Medien massive Kritik und Boykottaufrufe laut geworden waren.

Auslöser war eine Bildserie, die Schaufensterpuppen ohne Gliedmaßen sowie in weiße Tücher gehüllte Figuren zeigte. Viele Nutzerinnen und Nutzer sahen darin eine Anspielung auf Bilder aus dem Gaza-Krieg und empfanden die Darstellung als geschmacklos. Unter dem Hashtag #BoycottZara verbreitete sich die Kritik rasant, und es kam in einigen Städten sogar zu Protestaktionen vor Zara-Filialen.

Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Kampagne sei bereits im Juli entworfen und im September fotografiert worden – also lange vor der jüngsten Eskalation im Nahen Osten. Ziel der Bilder sei es gewesen, handwerklich gefertigte Kleidungsstücke in einem künstlerischen Atelier-Umfeld zu inszenieren.

Trotz dieser Erklärung reagierte Zara auf den öffentlichen Druck: Die umstrittenen Bilder wurden von den Hauptseiten der digitalen Kanäle entfernt, und die Produktpräsentation wurde angepasst.

Der Vorfall zeigt, wie sensibel die öffentliche Wahrnehmung globaler Marken in politisch aufgeheizten Zeiten ist – und dass selbst unbeabsichtigte Assoziationen schnell zu einem Reputationsproblem werden können.

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