Im sächsischen Landkreis Meißen hat die Polizei eine professionell betriebene illegale Cannabis-Plantage ausgehoben. Auf einem abgelegenen Dreiseitenhof in der Gemeinde Niederau entdeckten die Beamten mehr als 1.500 Cannabispflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien. Außerdem wurden bereits geerntete Drogen in größerer Menge sichergestellt.
Wie die Polizei mitteilte, war für den Abtransport des umfangreichen Pflanzenbestandes sowie des professionellen Anbauequipments ein Zwölf-Tonnen-LKW notwendig. Neben den Pflanzen wurden auch technische Einrichtungen wie Beleuchtungs-, Belüftungs- und Bewässerungssysteme sichergestellt, die auf eine systematisch betriebene Indoor-Zuchtanlage hinweisen.
Auf die illegale Anlage aufmerksam geworden war die Polizei durch einen Hinweis im Zusammenhang mit Schornsteinfegerarbeiten. Offenbar war dem Schornsteinfeger bei seiner Arbeit Ungewöhnliches aufgefallen, woraufhin die Behörden informiert wurden.
Die Ermittlungen zum Betreiber oder möglichen Hintermännern der Plantage dauern derzeit an. Laut Polizei handelt es sich um eine der größten sichergestellten Cannabis-Zuchten in der Region in den vergangenen Jahren. Ob es bereits Festnahmen gab, wurde bislang nicht mitgeteilt.
Die Entdeckung zeigt erneut, dass illegale Drogenproduktion auch im ländlichen Raum keineswegs eine Seltenheit ist – und dass Hinweise aus der Bevölkerung eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung solcher Straftaten spielen können.