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Regenwetter trübt Stimmung in der Gastronomie – Dehoga warnt vor Umsatzeinbußen

StockSnap (CC0), Pixabay

Die Gastronomie- und Hotelleriebranche in Deutschland leidet unter dem anhaltend wechselhaften Wetter der vergangenen Wochen. Besonders in Urlaubsregionen und Ausflugszielen hat der viele Regen deutliche Spuren hinterlassen. Das Geschäft mit Tagesgästen, Außengastronomie und spontanen Buchungen ist deutlich zurückgegangen.

„Die wirtschaftliche Situation der Hotels und Restaurants hängt stark von der Lage vor Ort und insbesondere vom Wetter ab“, erklärte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga). In vielen Regionen hätten Starkregen, Unwetter und kühle Temperaturen zu spürbaren Umsatzverlusten geführt.

Außengastronomie besonders betroffen

Die Außengastronomie, auf die viele Betriebe gerade in den Sommermonaten stark angewiesen sind, sei besonders betroffen, so Hartges. Leere Biergärten, abgesagte Reservierungen und ein Einbruch bei Spontanbesuchen setzen vielen Betreibern zu – insbesondere kleineren Betrieben mit begrenzten Innenflächen.

„Wenn Regen dominiert, bleiben Terrassen leer – das spüren Restaurants unmittelbar in der Kasse“, so Hartges weiter. Auch Veranstaltungen im Freien wie Stadtfeste, Märkte oder Open-Air-Konzerte, die oft zusätzliche Gäste in die Gastronomie bringen, seien vielerorts ausgefallen oder unterdurchschnittlich besucht gewesen.

Rückgang bei Tagesausflügen und Kurzurlauben

Neben den Restaurants leiden auch Hotels unter dem Wetter: Kurzfristige Buchungen und Tagesausflüge seien vielerorts ausgeblieben. Gerade in Regionen mit starkem Fokus auf den Sommertourismus – etwa an der Ostsee, im Harz oder in den Mittelgebirgen – macht sich die Unsicherheit beim Wetter direkt bemerkbar.

„Viele Menschen entscheiden wetterabhängig – fällt der Sommer wortwörtlich ins Wasser, wird der Wochenendtrip oder der Restaurantbesuch kurzerhand gestrichen“, heißt es aus Branchenkreisen.

Dehoga fordert bessere Rahmenbedingungen

Angesichts der schwierigen Lage fordert der Dehoga bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für die Branche. Dazu zählen unter anderem steuerliche Entlastungen, Bürokratieabbau und Unterstützung bei der Digitalisierung. „Die Gastronomie und Hotellerie sind wichtige Arbeitgeber und Treffpunkte im sozialen Leben. Sie brauchen Planungssicherheit und faire Bedingungen“, betont Hartges.

Ob sich das Geschäft mit einer möglichen Stabilisierung des Wetters in den kommenden Wochen erholt, bleibt offen. Viele Betriebe hoffen nun auf einen verspäteten Sommer – und auf Gäste, die den Restaurantbesuch nachholen.

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