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Studie: Kinderwunsch in Deutschland bleibt hoch – trotz sinkender Geburtenrate

TerriC (CC0), Pixabay

Obwohl die tatsächliche Geburtenrate in Deutschland in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist, bleibt der Kinderwunsch bei Frauen und Männern stabil hoch. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Demnach ist die durchschnittliche Geburtenziffer zwischen 2021 und 2024 von 1,58 auf nur noch 1,35 Kinder pro Frau gesunken – ein deutlicher Rückgang, der aufhorchen lässt.

Gleichzeitig zeigt die Studie: Der Wunsch nach Kindern ist ungebrochen. Frauen in Deutschland wünschen sich im Schnitt 1,76 Kinder, Männer 1,74. Damit klafft eine zunehmende Lücke zwischen dem, was sich Paare vorstellen, und dem, was tatsächlich Realität wird – die sogenannte „Fertility Gap“.

Diese wachsende Kluft wirft Fragen nach den Ursachen auf. Laut BiB könnten wirtschaftliche Unsicherheiten, Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein Mangel an verlässlicher Kinderbetreuung Gründe dafür sein, dass viele ihren Kinderwunsch nicht verwirklichen können. Besonders auffällig sei, dass der Rückgang der Geburten nicht mit einem Rückgang der Familienorientierung einhergehe – im Gegenteil: Der Wunsch nach Kindern sei in allen sozialen Gruppen weit verbreitet.

Die Studienautoren sehen darin ein deutliches Signal an Politik und Gesellschaft, die strukturellen Hürden für Familien konsequenter abzubauen – etwa durch mehr Kita-Plätze, flexiblere Arbeitsmodelle und bezahlbaren Wohnraum. Nur wenn Rahmenbedingungen stimmen, könne der Kinderwunsch vieler Menschen auch Wirklichkeit werden.

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