Ein idyllischer Ausflug in die Natur endete für eine junge Camperin in einer Tragödie: In der Nacht auf Sonntag wurde eine 24-jährige Frau im Berchtesgadener Land unter einem umstürzenden Baum schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, wollte die Frau gemeinsam mit ihrer Schwester an der Scharitzkehlalm im Freien übernachten – in einer Hängematte zwischen zwei Bäumen gespannt.
Doch was als naturnahes Erlebnis geplant war, wurde zum Albtraum: Die Hängematten waren an einer morschen Esche befestigt, die dem Gewicht offenbar nicht standhielt. Der Baum stürzte um und begrub die junge Frau unter sich. Sie stürzte mitsamt der Hängematte auf den Boden und wurde dabei unter dem schweren Stamm eingeklemmt.
Die alarmierten Rettungskräfte konnten die Frau befreien und versorgten sie noch vor Ort. Sie erlitt schwere Verletzungen am Rücken und am Bein und wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht. Ihre Schwester blieb unverletzt, steht jedoch unter Schock.
Der Vorfall ist eine tragische Erinnerung daran, wie schnell sich ein harmloser Naturausflug in eine lebensbedrohliche Situation verwandeln kann – besonders in abgelegenen Regionen, wo Hilfe nicht sofort zur Stelle ist. Die Polizei mahnt in diesem Zusammenhang zur Vorsicht beim Wildcampen und weist darauf hin, niemals Hängematten oder Zelte an offensichtlich kranken oder morschen Bäumen zu befestigen.