1. Fondsstrategie und Anlageschwerpunkt
Der Fonds „Monega Rohstoffe“ verfolgt eine breit diversifizierte Rohstoffstrategie, investiert zu mindestens 51 % in rohstoffbezogene Wertpapiere und ist nicht an eine Benchmark gebunden. Das erlaubt sowohl zyklisches als auch antizyklisches Handeln. Regionale Schwerpunkte bestehen nicht. Das Portfolio besteht primär aus ETFs, Zertifikaten, Rohstofffonds und Einzelaktien rohstoffnaher Unternehmen.
2. Performance und Volatilität
Die Jahresperformance lag bei +7,15 % (nach BVI-Methode, ohne Ausgabeaufschlag), bei einer vergleichsweise hohen Volatilität von 14,44 %, was auf erhebliche Kursschwankungen hinweist.
Besonders starke Monate waren November 2024 (+10,33 %) und Mai 2024 (+4,07 %), während Februar 2025 (-5,55 %) und August 2024 (-5,21 %) Rückgänge zeigten. Dies deutet auf ein deutlich zyklisches Verhalten hin.
3. Vermögensallokation (Asset Allocation)
Zum Stichtag betrug das Fondsvolumen rund 70,4 Mio. EUR. Die Zusammensetzung war wie folgt:
Fondsanteile (v.a. ETFs): 63,15 %
Einzelaktien (EUR und Fremdwährungen): 23,51 %
Zertifikate (v.a. auf Bitcoin und Rohstoffe): 11,23 %
Renten (festverzinslich): 1,57 %
Kasse & Sonstiges: 0,53 %
Die Top-Positionen lagen überwiegend im ETF-Bereich, z. B.:
L&G All Commodities ETF (20,36 %)
UBS CMCI ETF (19,79 %)
L&G Multi Strategy Energy (15,26 %)
Auffällig ist auch die Bitcoin-ETP-Position mit 7,48 %, was ein gewisses spekulatives Element ins Portfolio bringt.
4. Ertragslage und Mittelbewegungen
Das Geschäftsjahresergebnis belief sich auf 3,36 Mio. EUR, wovon 2,73 Mio. EUR aus nicht realisierten Kursgewinnen stammen.
Der Fonds hatte netto einen Mittelabfluss von 17,6 Mio. EUR, was auf eine rückläufige Anlegernachfrage oder Gewinnmitnahmen hinweisen kann.
Es gab keine Ausschüttung, der volle Betrag wurde in das nächste Geschäftsjahr vorgetragen. Damit eignet sich der Fonds eher für wachstumsorientierte Anleger mit längerem Horizont.
5. Kostenstruktur
Die Gesamtkostenquote (TER) betrug 1,51 %.
Zusätzlich fielen Transaktionskosten von ca. 44.651 EUR an.
Die Verwaltungsvergütung für das externe Management (DEVK) lag bei 187.010 EUR, was innerhalb des üblichen Rahmens liegt.
6. Risikoanalyse
Der Fonds weist ein moderates bis erhöhtes Risikoprofil auf. Hauptfaktoren:
Kursrisiken rohstoffnaher Aktien
Währungsrisiken (viele Fremdwährungsinvestments)
Markt- und Zinsänderungsrisiken
Rohstoffpreisabhängigkeit, stark beeinflusst durch geopolitische Entwicklungen (z. B. Ukrainekrieg)
Die Value-at-Risk-Methode (VaR) ergab ein durchschnittliches Marktrisiko von -6,67 % (99 %-Konfidenzniveau, 10 Tage).
7. Nachhaltigkeit (ESG)
Der Fonds ist als Artikel-6-Fonds klassifiziert – Nachhaltigkeit wird analysiert, aber nicht priorisiert berücksichtigt. Die ESG-Daten werden intern überwacht, ein PAI-Screening findet nur auf Unternehmensebene statt. Eine konkrete ESG-Strategie fehlt.
8. Bewertung aus Anlegersicht
Vorteile:
Überdurchschnittliche Performance trotz Marktvolatilität
Diversifikation über viele Anlageklassen und Regionen
Flexibilität des Fondsmanagements (keine Benchmarkbindung)
Nachteile:
Hohes Risikoprofil (z. B. durch Bitcoin-ETPs, Fremdwährungsrisiken)
Keine Ausschüttungen (weniger attraktiv für Einkommensorientierte)
Kein expliziter ESG-Fokus
Fazit:
Der Fonds „Monega Rohstoffe“ bietet chancenorientierten Anlegern Zugang zu breit gestreuten Rohstoffmärkten mit aktivem Managementansatz. Die moderate Jahresperformance von 7,15 % bei erhöhter Volatilität zeigt ein insgesamt robustes Ergebnis im schwierigen Marktumfeld. Für Anleger mit höherer Risikobereitschaft und langfristigem Horizont kann der Fonds eine interessante Beimischung im Depot darstellen – insbesondere als Absicherung gegen Inflation oder geopolitische Risiken im Rohstoffbereich.